Schuhmarkt

Trendnoppen von Car Shoe

Car shoes, italienische Mokassins mit Gumminoppen an der Sohle, haben die „Lizenz zum Erfolg“. Ein von der Prada-Gruppe aufgepepptes Traditions-Label bringt einen Schuss Glamour in das etablierte Erscheinungsbild. 27/06 Nike Breyer

Die italienische Schuhmarke Car Shoe wurde 1963 geboren, zu einer Zeit, als die betont damenhafte Nachkriegs-Eleganz des „New Look“ von einem sportlicheren, jüngeren Look abgelöst worden war und das italienische Modedesign gegenüber den etablierten Modenationen zunehmend selbstbewusst auftrat. In England und Amerika machte in dieser Zeit der „Desertboot“ Karriere.

Die deutsche Casual-Variante war der „Grashopper“ der Firma Sioux. Der Geist der Zeit war offen für Innovation und Sportlichkeit mit Stil. Gianni Mostile hatte, so heißt es, zwei Leidenschaften: Eine Begeisterung für Sportwagen und eine Liebe zu handgemachten Schuhen. Als er 1963 seine eigene Schuhmarke gründete, ließ er sich von beiden Neigungen inspirieren. Er entwickelte einen hochwertigen Mokassin zum Autofahren, dessen besonderes Kennzeichen die in die Ledersohle eingelassenen Gumminoppen waren. Als Rutsch-Stopper konzipiert, sollten sie den „Grip“ beim Gasgeben und anderen Pedalaktionen verbessern. Eine an der Ferse hochgezogene Sohle schützte das Oberleder zusätzlich vor Abschürfungen.

Statusbewußt gab Mostile dem neuen Mokassin mit dem markanten Design den very british klingenden Namen „Car Shoe“. 2001 wurde die alte Italo-Marke von der Prada-Gruppe gekauft und in einem großangelegten Relaunch extravagant überarbeitet. Die schicken neuen Autoschuhe geben sich daher heute sportlich-modern, zeigen viel Primärfarbe, Sixties-inspirierte Designs und einen kräftigen Schuss Glamour. Hochwertige sportliche Materialien und beste Verarbeitung entfalten eine kongenial gediegene Qualität. Die Basis bilden entsprechend dem „Ur-Car Shoe“ leichte, komfortable Mokassins, die im Sommer durch Mules-Formen, Ballerinas und Sandalen, im Winter durch Stiefel ergänzt werden.

Entsprechend dem Ursprungsdesign haben alle Modelle Sohlen mit den typischen Stopper-Noppen. Bereits im Frühjahr 2002 wurde das erste Car-Shoe-Geschäft in Mailands schicker Via della Spiga eröffnet. Im Frühjahr 2003 folgte ein weiteres eigenes Geschäft im Nobelbadeort Capri. Seit Frühjahr 2004 gibt es in Ergänzung zu den Herrenschuhen auch eine Damen-Linie und passend dazu eine Taschenkollektion. Innerhalb weniger Jahre hat Prada das neue alte Label zu einem erfolgreichen Projekt gemacht. Dabei konnte der Umsatz von sechs Millionen Euro im Jahr 2004 auf 17 Millionen in 2005 erhöht werden. Das entspricht einem Wachstum von 180 Prozent. Die weltweit erfolgreichen „Gommini“ aus Italien sind um eine Kultmarke reicher geworden. 27/06 Nike Breyer

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