Schuhmarkt

Angekratztes Image

Noch immer hat für eine relative Mehrheit der deutschen Schuhfachhändler Italien ohne Einschränkungen ein besonderes Image. Doch nur für ein Fünftel von ihnen haben italienische Schuhe in ihrem Geschäft einen hohen Stellenwert. 27/06 Peter Skop

Heimatland der Mode. Kreativität. Qualität. Stichworte, die mit italienischem Modedesign gerne verbunden werden – und wie sich Italien gerne selbst sieht. Doch der deutsche Schuhhandel betrachtet die Produkte von der Apenninhalbinsel offensichtlich wesentlich nüchterner. Eine von der Kölner BBE-Unternehmensberatung im Auftrag des Schuh- Marktes durchgeführte Studie zeigt, dass nur 39 Prozent der Schuhfacheinzelhändler uneingeschränkt die Aussage bejahen: „Haben italienische Schuhe noch immer ein außergewöhnliches Image?“

21 Prozent stimmen mit Einschränkungen zu. „Nein, nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit“ meinten dagegen 29 Prozent der Befragten, während 6 Prozent dies gar nicht mehr so sehen. Eine etwas höhere Zustimmung findet die Frage bei den ostdeutschen Kollegen. Die hohe Wertschätzung italienischen Schuhwerks korrespondiert nicht direkt mit dem Stellenwert, den die Produkte in den eigenen Läden haben.

Danach befragt, gaben 7 Prozent an, sie hätten einen sehr hohen, und 14 Prozent, sie hätten einen hohen Stellenwert. Einen niedrigen besitzen sie für 37 und einen sehr niedrigen für 13 Prozent der befragten Händler. Immerhin 29 Prozent gaben an, keine italienischen Schuhe zu führen.

Zum Vergleich ließ SchuhMarkt auch nach dem Stellenwert spanischer Schuhe fragen. Sie werden nur von 54 Prozent der Befragten geführt und besitzen für das eigene Geschäft nur bei zweien von Hundert einen sehr hohen Stellenwert und bei 15 Prozent einen hohen. Immerhin bestätigte sich teilweise der Verdacht, Spanier könnten Italiener ersetzen.

Von denjenigen, die spanische Schuhe führen, sagten 11 Prozent, sie würden in großem Maße italienische Ware ersetzen, 28 Prozent meinten, nur in geringem Maße, und für 59 Prozent hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Mit den Preislagen zeigen sich die Händler in Deutschland mehrheitlich zufrieden (56 Prozent) oder gar sehr zufrieden (6 Prozent).

Unzufrieden mit italienischer Preispolitik äußerten sich dagegen 10 und weniger zufrieden 24 Prozent. Mit der von Italien geforderten Herkunftsbezeichnung kann eine Mehrheit der Schuhhändler, die italienische Schuhe führen, durchaus etwas anfangen. Befragt, ob sie eine Herkunftsbezeichnung italienischer Schuhe als verkaufsfördernd ansehen, meinten 34 Prozent „Ja, auf jeden Fall“, 24 Prozent bejahten mit Einschränkungen. Als nicht mehr so stark verkaufsfördernd schätzten 18 Prozent der Händler das Werben mit der Herkunft ein und 21 Prozent wollten dies gar nicht mehr hervorgehoben sehen. 27/06 Peter Skop

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