Schuhmarkt

Chance Globalisierung

Die gesamte „IGI & Co“-Sportschuhkollektion der Imac Spa wird in Italien erzeugt. Ebenso ein Großteil der Kinderschuhe Primigi. Deutschland ist neben den Vereinigten Staaten der wichtigste ausländische Absatzmarkt.11/06 Thesy Kness-Bastaroli

Die gesamte „IGI & Co“-Sportschuhkollektion der Imac Spa wird in Italien erzeugt. Ebenso ein Großteil der Kinderschuhe Primigi. Deutschland ist neben den Vereinigten Staaten der wichtigste ausländische Absatzmarkt.

Sie zählen zu den Top Ten der italienischen Schuhbranche. Die Imac Spa aus der Region Marche mit rund sieben Millionen Paar erzeugten Schuhen pro Jahr unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt von den meisten anderen Kollegen: Trotz der allgemeinen Schuhkrise hat das Unternehmen in den letzten Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnet und 2005 einen Umsatz von 120 Mio. Euro erzielt.

Rund 40 Prozent der Fertigung entfallen auf Private-Label- Schuhe. Ein Teil der Schuhproduktion, etwa die gesamte Herstellung der neuen „IGI & Co“-Sportschuhkollektion wird in Italien selbst hergestellt. Bei der Kollektion handelt es sich um superleichte atmungsaktive Sportschuhe, die mit einer Goretex- Membran ausgestattet sind. Sie sind auch wasserfest. Rund 200 000 Paar der neuen IGIGoretex- Schuhe sollen vorerst jährlich im Werk in Montefiore, in der Region Marche hergestellt werden.

„Die Produktion in Italien hat wesentliche Vorteile”, bestätigte Marketingmanager Dr. Giuseppe Papa im Gespräch mit SchuhMarkt. Zu den Vorteilen des „made in Italy” zähle zweifellos, dass dadurch ein zusätzlicher Wert geschaffen werde. Infolge des langjährigen Know-how bei der Schuhherstellung, aber auch der Erfahrung im Materialbereich und in der Modebranche, garantiert die italienische Produktion eine hundertprozentige Qualität.

Es sei schwierig, das 40-jährige Know-how des Traditionsunternehmens nachzumachen, meinte der Manager. „Das Preis-Leistungs- Verhältnis ist unser eigentliches Erfolgsrezept.” Diese Strategie will der Konzern auch in Zukunft fortsetzen. Die Preise müssten nicht unbedingt niedrig sein, sie müssen nur im richtigen Verhältnis zum angebotenen Produkt und zur Qualität stehen, meinte Papa. Er betonte vor allem die Bedeutung des Kunden-Services und der zuverlässigen Qualität. „Der deutsche Markt weiß die technischen Vor teile der neuen Kollektion am meisten zu schätzen”, verwies der Manager auf die günstigen Erfahrungen, die der Konzern bereits mit der Kinderschuhmarke Primigi in Deutschland erzielte. Gemeinsam mit den Vereinigten Staaten zählt Deutschland zu den wichtigsten Exportmärkten von Primigi. Rund 30 Prozent der Kinderschuh-Herstellung werden exportiert.

Die Erzeugung der Primigi-Schuhe erfolgt sowohl in Italien wie auch im europäischen Ausland. Inzwischen werden die in den kunterbunten Phantasietier-Kartons verpackten Schuhe auch in Monomarken-Geschäften in Italien (20) und im Ausland angeboten. Was die ausländische Konkurrenz aus den Niedrigpreisländern betrifft, so ist Papa der Ansicht, dass der Globalisierungstrend nicht aufzuhalten sei. Er verwies aber darauf, dass die neuen Märkte auch eine einzigartige Gelegenheit für die italienische Branche seien. 11/06 Thesy Kness-Bastaroli

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