Schuhmarkt
Handelstag Hessen Wiesbaden
In Wiesbaden fand der 5. Hessische Handelstag statt. (Foto: SchuhMarkt / J. Albus)

Hessischer Handelstag: Lernen, im digitalen Revier zu flirten

Am Donnerstag, 12. Oktober, hat der 5. Hessische Handelstag in den Kurhaus Kolonnaden in Wiesbaden stattgefunden. Rund 200 Zuhörer lauschten den Vorträgen der Experten, Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Tarek Al-Wazir eröffnete den Handelstag, der ganz im Zeichen der Digitalisierung stand.

Handelstag Hessen Tarek Al-Wazir
Tarek Al-Wazir sprach das Grußwort auf dem 5. Hessischen Handelstag in Wiesbaden (Foto: SchuhMarkt / J. Albus)

Auf dem mittlerweile 5. Hessischen Handelstag, der am 12. Oktober in Wiesbaden stattgefunden hat, stand das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt. Rund 200 Menschen kamen in die Kurhaus Kolonnaden in die hessische Hauptstadt Wiesbaden. Boris Hedde vom Institut für Handelsforschung (IFH Köln) moderierte, Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbandes Hessen, begrüßte am Morgen die Zuhörer. Das Grußwort kam von Tarek Al-Wazir, dem Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Der Hessische Handelstag gehöre zum festen Termin in seinem Kalender, begann Al-Wazir. „Die Digitalisierung verändert uns alle, unser Leben ganz grundsätzlich“, sagte der Grünen-Politiker, „und das in einer enormen Geschwindigkeit.“ Er wisse, dass dies vielen Menschen Angst mache, er betonte aber zugleich: „In der Digitalisierung stecken große Chancen, die wir nutzen müssen!“

Trotz aller Entwicklungen und Veränderungen: Der Handel müsse es schaffen, Handel zu bleiben – und eben nicht ausschließlich zur Logistik zu werden. Über das Wie wurde dann im Anschluss kräftig diskutiert. Fest steht für Al-Wazir: „Der stationäre Handel scheint ja noch etwas zu haben, was der Onlinehandel nicht bieten kann.“ Was man daran sehen könne, dass es mittlerweile einige ehemalige Pure-Onlineplayer gebe, die ein stationäres Ladengeschäft eröffneten. Genau diese Frage: „Wie schaffe ich es, dem Kunden im Geschäft ein Erlebnis zu bieten?“ sei für den Handel essenziell. Der Wirtschaftsminister fordert hierfür jeden einzelnen Händler auf, sich selbst zu hinterfragen, an was man sich am besten erinnert. Mehr noch: „Der Handel muss lernen, im digitalen Revier zu flirten“, lautet Al-Wazirs unverhohlene Forderung – beileibe eine „anspruchsvolle Aufgabe“.

Um den Worten auch Taten folgen zu lassen erklärte der Minister, dass es mittlerweile einen Internetauftritt des Landes Hessen gibt, der sich genau damit beschäftigt. Unter https://digicheck.digitalstrategie-hessen.de/ soll der Einzelhändler Hilfestellung bei der Positionsbestimmung auf dem Weg zur Digitalisierung bekommen. „Nutzen Sie das“, forderte er den Handel auf, „damit Sie wissen, wo Sie stehen.“ Er wisse gleichwohl, gab Al-Wazir dann noch zu, dass man an den Feinheiten der Homepage noch feilen müsse.

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