Schuhmarkt

Italien weiter für Zölle

China bleibt für Italiens Schuhhersteller unverändert die Nummer eins im Export. 21/07 Thesy Kness-Bastaroli/Peter Skop

China bleibt für Italiens Schuhhersteller unverändert die Nummer eins im Export.

„Die Diskussionsfrage, ob China ein Risiko oder eine einzigartige Gelegenheit für unsere Unternehmen ist, will ich mit den statistischen Angaben von Eurostat beantworten“, meinte der neue Präsident des italienischen Schuhherstellerverbandes Anci, Vito Artioli. Demnach lagen die Exporte der EU nach China im ersten Halbjahr 2007 bei 34 Mrd. Euro, die Importe aus China waren aber mit 106 Mrd. Euro mehr als dreimal so hoch.

Artioli sprach sich für die Einführung der obligatorischen Urspungsbezeichnung „made in ...“ aus. Diesbezüglich sind Gespräche mit dem Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Pierluigi Bersani, im Gange. „Unsere Widersacher im Kampf gegen China sind vor allem die Deutschen und die Engländer.” In diesen beiden Ländern habe die verarbeitende Industrie an Bedeutung verloren. Rund 80 % des Werbebudgets der Schuhindustrie von insgesamt 80 Mio. Euro werden 2008 im Ausland ausgegeben. Bislang waren es 20 %.

Für Italiens Schuhindustrie ist im laufenden Jahr sowohl eine leichte Exporterholung wie auch eine Belebung des Inlandskonsums (+ 5,5 %) festzustellen. Die Exporte legten im ersten Halbjahr um 8% zu, wobei die Exportpreise auch um 8% gestiegen sind. Das Durchschnittspaar geht für 24,45 Euro ins Ausland. Die Importdynamik aus der VR China hat leicht nachgelassen. In den ersten fünf Monaten lag der Zuwachs nur noch bei 15 %, jener aus Vietnam bei 18 %. Der Durchschnittspreis chinesischer Schuhe ist auf 2,73 Euro gesunken. Dies habe nicht nur mit einem Sinken der Lederschuhimporte aus China zu tun, sondern mit Preisreduzierungen in fast allen Segmenten. 21/07 Thesy Kness-Bastaroli/Peter Skop

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