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  • 08.04.2010 | Messen

    Shoe Time – Orderfinale mit Zugewinn

    Zufriedene Gesichter sowohl der ­Anbieter als auch des Messeveranstalters zum Ende des Hauptordertermins „Shoe Time“ der Mittel­­deutschen Schuhmesse.

    Die „Shoe Time“, die vom 26. bis 28. März in Leipzig-Schkeuditz stattfand, hat einmal mehr ihre Stabilität bezüglich Ausstellerpotenzial und Besucherinteresse unter Beweis gestellt und ihre wachsende überregionale Anziehungskraft nachgewiesen – was sich mit Zahlen und Fakten belegen lässt: 164 Aussteller vertraten 238 Firmen mit insgesamt 352 Kollektionen. Somit hielt die Shoe Time im Vorjahresvergleich angebotsseitig ihr anerkannt hohes Niveau. Mit 859 als Einkäufer regis-trierten Facheinzelhandelsgeschäften wurde diese Bilanzposition gegenüber der Frühjahrsveranstaltung 2009 (835) noch getoppt.
    Auch auf der Shoe Time war „warm und winterfest“ ein insbesondere im Damenschuhbereich durchgängig stark nachgefragtes Thema. Bei Stiefelmodellen aller Schaftlängen erwiesen sich Tex-Ausstattung und Warmfutter als unabdingbare Attribute. Ohnehin waren in dem Segment schon vor der Messe beachtliche Orders platziert worden, sodass mancher Lieferant letztlich vor „zuviel“ warnte. Insofern rückte zur Shoe Time nun auch trendige Stiefelmode mit in den Vordergrund. Konstatiert wurde, dass im Einzugsgebiet der Mitteldeutschen Schuh Messe der Stiefel-Boom anhält – Stiefel auf tragbaren Absätzen, Modelle von Mitte Wade bis Overknees, wobei letztere „noch keine Selbstverständlichkeit“ sind. Auch seien Nieten als Schmuckelemente hierzulande nicht das dominierende Thema. Die Einkäufer folgen dennoch mehr und mehr den aktuellen modischen Trends. Sie tun das nicht zuletzt im Vertrauen auf sichere Kollektionsaussagen zu besonders gut georderten Modellen, mit denen die Anbieter nach der GDS aufwarten können.
    Bonus für etablierte Aussteller
    In puncto Schuh-Mode bei Herrenschuhen gab man sich noch eher konservativ: Bei Winterware wurden vielfach anstatt zünftiger Stiefel – etwa im Holzfäller- oder Military-Look – allenfalls knöchelhohe Boots oder Halbschuhe mit Tex-Ausstattung ausgewählt. Einen Bonus hatten die beim ostdeutschen Schuhhandel gut eingeführten Marken bzw. die am Leipziger Messestandort bereits etablierten Aussteller. Jedenfalls empfanden dies einige Messeneulinge so. Als Aussteller erstmals vertreten waren Anatomic, Cop.copine, Bionat, id nature, Flex & go, Edel Fashion, Marc O‘Polo Shoes, Nanga, Däumling, Trentino, Essi shoes, Playshoes, Zielinski Moneybags & More und Hajn Lederwaren.
    Zum dritten Mal in Folge fand am Messesonntag die „Schuh Fair“ parallel zur Shoe Time statt. Ihre 15 Aussteller präsentierten nahezu 90 Kollektionen. Zwar wussten deren top-modische Offerten zu gefallen, die Orders fielen indes nicht adäquat aus: „Leider haben die Händler ihre Budgets zu diesem Zeitpunkt nahezu ausgeschöpft“, befand Schuh-Fair-Organisator Thomas Stein.
    Außerordentlich gute Resonanz dagegen fand der erstmals zur Shoe Time anberaumte Verkäuferinnentag. Die in dem Rahmen gehaltenen Vorträge „Der Komplettverkauf“ (Hans Meurer, SeminarCentrum des Handels Mainhausen) und „Verkaufen mit Spaß und Freude – mit Motivation und Begeisterung zu mehr Erfolg“ (Matthias Klunsmann; MK Shop + Store Konzept Rodgau) verzeichneten ein volles Haus.  08/10

    Peter Ludwig

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