Mit 36.623 Interessenten lag die Besucherzahl anlässlich der in der ersten Märzwoche abgehaltenen Internationalen Schuhmesse Micam Shoe Event etwa auf demselben Niveau des Vorjahres und unter den Hoffnungen der Veranstalter.
Von den Besuchern entfielen mehr als die Hälfte, 18.936 Einkäufer, auf das Ausland. Vor allem die spanischen Interessenten haben zugenommen und stellten vor Frankreich und Deutschland das wichtigste ausländische Herkunftsland dar.
Micam-Präsident Vito Artioli verwies vor allem auf die neuerliche Belebung des Rußland-Geschäftes. Aber auch die Anzahl der Interessenten aus den USA und Japan habe erstmals wieder zugenommen.
Die Stimmung auf der Micam war recht gut. „Die Messeorders übertrafen diesmal das Vorjahresgeschäft”, so Artioli. Auf seinem Stand habe er kaum Platz gefunden, um die Aufträge entgegenzunehmen und zu schreiben. Es wurde gut geordert, bestätigen auch andere Aussteller. Jedoch sei das Thema vom Handel sehr strategisch und konsequent angegangen worden. Die Hersteller boten denn auch gestraffte Kollektionen auf hohem Niveau.
Die stagnierende bzw. leicht rückläufige Besucherzahl aus dem Inland führt Artioli auf die Tatsache zurück, dass zahlreiche Geschäfte aus Kostengründen nur mehr einen Einkäufer auf die Messe entsenden und nicht wie in den Vorjahren zwei oder drei Mann pro Firma die Micam besuchten. Hinzu kommt nach SchuhMarkt-Recherchen, dass kaum ein Besucher über die volle Messedauer die Micam besucht.
Auch wenn vielen Einkäufern die Micam wegen ihrer schieren Größe ein Horror ist, so wird sie dennoch als die modisch wichtigste Messe eingeschätzt.
Siehe auch:
Termin für Micam im Frühjahr 2011 steht
Micam: Konzentration muss sein
Messe Micam – Könnte besser sein
Thesy Kness Bastaroli/Karin Grabner