Das Homecoming der Bread & Butter ist geglückt: Am stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof hat Geschäftsführer Karl-Heinz Müller seiner Messe ein neues Zuhause geschaffen.
Bei tropischen Temperaturen schoben sich bereits am ersten Messetag 25000 Besucher aus 89 Ländern durch die Gänge: internationale Einkäufer, internationale Vertreter der Presse und sogar der ein oder andere Promi. Die hohe Frequenz setzte ein eindeutiges Signal: Berlin hat sich als neue Modehauptstadt voll etabliert.
Der Großteil der Besucher am ersten Tag, genauer gesagt, knapp ein Drittel von ihnen, kam aus Deutschland. Dahinter reiht sich die Zahl der Besucher aus Italien ein, gefolgt von Holland und Großbritannien. Besonders erfreut zeigte sich Müller über die vielen Franzosen und Spanier auf der Messe. Aus dem nicht-europäischen Ausland waren, so der Stand vom Mittwoch, immerhin 800 aus den USA angereist, 200 aus Japan, und 100 hatten den langen Weg von Australien auf sich genommen, um bei dem Spektakel dabei zu sein.
Bespielt wurden vom 1. bis 3. Juli insgesamt 71000 Quadratmeter des Flughafens, der in neun verschiedene Bereiche und 7 Hangars inklusive Vorfeld aufgeteilt war. Unter den zahlreichen Ausstellern waren zahlreiche Schuhlabels mit ihren brandneuen Kollektionen für Frühjahr/Sommer angetreten, darunter Lacoste, K-Swiss, El Naturalista, Converse, Flip Flop und Red Wing Shoes. Zwar ging die Rückkehr vom Standort Barcelona nach Berlin mit einer Verkleinerung der Bread & Butter von rund 800 auf knapp 600 Aussteller (567 Marken) einher. Dafür habe die strengere Selektierung, so Müller, zum „besten Ausstellerportfolio ever“ geführt.
Nach häufigen Standortwechseln in den vergangenen Jahren scheint es, als würde die quirlige Messe endlich sesshaft. Um ihr Bekenntnis zu Berlin zu untermauern, hat die Bread & Butter einen 10-Jahresvertrag für den Flughafen Tempelhof mit der Stadt Berlin abgeschlossen und eine zusätzliche 10-Jahresoption auf das Gelände. „Wenn alles gut läuft, können wir 20 Jahre in Berlin bleiben“, stellt Müller in Aussicht. Auch von Ausbau ist bereits die Rede. Auf 10 bis 15 Prozent beziffert der Messe-Chef das Ausbaupotenzial, das durch Umbaumaßnahmen noch erschlossen werden soll. Eines stellt er jedoch klar: „Die Bread & Butter braucht und will keine Investoren.“ Die Umbauten, heißt es, werden von der Bread & Butter GmbH gestemmt.
Für die nächste Saison steht der Termin bereits schon fest: Vom 20. bis 22. Januar bittet die Bread & Butter wieder zu drei spannenden Messetagen in den Flughafen Tempelhof.
Swantje Francke