Beständig wie ein Fels: Die kommende Bread & Butter im Sommer steht unter dem Motto "The Rock"
Die 26. Bread & Butter schließt wieder einmal mit einem positiven Fazit.
Messechef Karl-Heinz Müller, der auf seiner Presskonferenz am Dienstag wie gewohnt Besucherzahlen schuldig blieb, sprach abschließend von der „stärksten Bread & Butter seit der Rückkehr nach Berlin im Sommer 2009. Insbesondere in den Bereichen Urban Superior und L.O.C.K. übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen der ausstellenden Brands und Labels.“
Nur soviel ließ er verlauten: Etwa 92.500 Tickets verschickte die Bread & Butter im Vorfeld an Branchenprofessionals, relevante Einkäufer und Fachbesucher weltweit. Gegenüber der letzten Winterveranstaltung im Januar 2011 spricht die Berliner Messe von einem Anstieg der Besucherzahlen um 3,5%. Trotz hoher Internationalität unter den Besuchern reiste die Mehrzahl aus dem Bundesgebiet an.
Unter den internationalen Besuchern, heißt es, verzeichnete man einen deutlichen Zuwachs aus den skandinavischen Ländern, insbesondere aus Schweden und Dänemark. Zuwachs auch in der Zahl der angereisten Niederländer, Schweizer und Österreicher. Die Besucherzahlen aus Großbritannien/Irland und Frankreich hielten sich stabil. Ebenfalls vertreten waren Fachbesucher aus den USA, Kanada, Brasilien, Indien, China, Südkorea, Japan und Australien. Als auffällig bezeichnete die Messe den Zuwachs aus Fernost, aus Osteuropa und aus Russland. Der erwartete Besucherrückgang aus Italien, Spanien und Griechenland hielt sich in Grenzen.
Obwohl die B&B unter anderem für ihren Funfaktor bekannt ist, war in Gesprächen mit Besuchern und Ausstellern immer wieder die ungünstige wirtschaftliche Ausgangsposition für die neue Saison ein Thema, der es zu trotzen gilt. Alle acht Hangars sowie die Gates des historischen Flughafens Berlin-Tempelhof waren demnach mit rund 640 Ausstellern komplett ausgelastet.
Angesichts der jährlich wachsenden Zahl an Modemessen zur Fashion Week erhöht sich der Druck in den Terminplänen der Einkäufer. Karl-Heinz Müller wünscht sich in diesem Zusammenhang eine Entzerrung: „Es ist gut und nur natürlich, wenn in Berlin noch mehr stattfindet – Erfolg zieht nun mal an. Allerdings ist es wichtig, dass jedes Format ihr eigenes Thema hat, damit bestehende, erfolgreiche Veranstaltungen nicht kannibalisiert werden. Ich habe die Befürchtung, dass der Einkäufer nicht mehr so recht weiß, wo er was findet. (...) Aber: Berlin ist meines Erachtens in drei Tagen nicht mehr zu schaffen. Die Veranstaltungen müssen sich besser aufteilen, zum Beispiel von Dienstag bis Samstag, das wären fünf Tage. Berlin braucht eine echte Modewoche!“
Aufgrund der starken Entwicklung des Dressed-up-Modesegments will Müller im Sommer den Bereich Urban Superior weiter ausbauen. Durch das Andocken von Pavillons an die Außenseiten der Hangars ähnlich wie in der Denim Base wächst der Bereich um etwa 3000 bis 4000 Quadratmeter Standfläche. Außerdem plant die Bread & Butter, den Accessoire-Bereich Treasury nach bestandener Premiere zu erweitern.
Im Sommer 2012 findet die Bread & Butter vom 4. bis 6. Juli unter dem Motto „The Rock“ statt: Im Zentrum der neuen Kampagne steht der Felsen, das Sinnbild für Unverrückbarkeit und Unerschütterlichkeit, der laut Müller die Charakterstärke und Beständigkeit der Bread & & Butter reflektiert.
Swantje Francke