Christoph Botschen, Theresa, München
Es läuft im Moment sehr differenziert, aber wir sind bei Schuhen nicht unzufrieden.
Im Gegenteil, wir schließen trotz Finanzkrise den Oktober mit einem Plus ab. Bekleidung läuft im Moment schlechter als Schuhe. Da spielt sicher der Preisfaktor mit: Für ein Kleid kriegt man drei Paar Schuhe. Und mit Accessoires kann man bei vorhandenen Outfits recht viel rum reißen. Stiefel verkaufen sich derzeit querbeet. Bei uns sind es weniger die Basics, mehr zickige Styles von Vivier bis Prada. Die Lackwelle ist komplett durch. Neuer ist Velours oder genarbtes Leder. Parallel dazu haben wir aber schon die fellgefütterten Maronibrater von Ludwig Reiter nachgeordert. Auch Uggs gehen unverändert gut. Wird es eleganter sind Plateaus das große Thema. Je höher desto lieber, muss man fast sagen. Ansonsten ganz flache Ballerinas z.B. die von Lanvin. Der mittelhohe Pumps läuft bei uns derzeit gar nicht. Bei Taschen hat sich die Hysterie um die angesagten It-Bags gelegt, es läuft aber noch gut. Die Frauen suchen jetzt eher exklusive Nischenprodukte wie Modelle von Jimmy Choo oder Balenciaga.
Zum nächsten Sommer glauben wir nur verhalten an Farbe. Gelb wird ein neuer und wichtiger Farbton sein. Ansonsten viele Naturtöne, viel Beige, sanftere Nuancen. 23/08
Ilona Sauerbier