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Ausgabe 10/12

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  • 14.11.2011 | Kommentare

    Berlusconi und die schönen Schuhe

    „Wozu sollen wir Wirtschaftswissenschaftler bezahlen, wenn wir die schönsten Schuhe der Welt machen?“, sagte ­Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi, nachdem der Nationalökonom Mario Monti mit einer neuen Regierungsbildung in Rom beauftragt wurde.

    Recht hat er zwar, denn trotz Polit- und Wirtschaftskrise verbessern Nobelschuhhersteller wie Caovilla, Rossi oder Tod‘s, ständig ihren Umsatz und Ertrag. Sicher ist aber auch, dass die seit Jahren mangelnde Indus­triepolitik die Unternehmer eher gebremst als gefördert hat.

    Berlusconi ist mit seiner Aussage voll ins Fettnäpfchen getreten, denn die Schuhunternehmer waren ihm keineswegs freundlich gesinnt. Er erinnert sich wohl nicht mehr, dass gerade Tod‘s-Präsident Diego della Valle sich heftig gegen seine Regierungspolitik wehrte und ihn kürzlich als „Buffone“ (Clown) bezeichnete. Vor zwei Monaten formulierte er in einseitigen Anzeigen „Basta mit der Politik“.

    Auf die Frage, ob er denn nicht selbst in die Politik gehen würde, meinte Della Valle nur kurz „Nie und nimmer.“ 

    Thesy Kness Bastaroli

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