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Ausgabe 03/12

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  • 22.04.2010 | Editorials

    Editorial 09/10: Licht an, Spot aus

    Licht kann extrem schmeicheln, und Licht kann alles zerstören. Das gilt nicht nur für die Umkleidekabine bei Badeanzügen, es gilt generell für jede Form der Warenpräsentation.

    Klar, ist nicht neu, dass ein freundlicher Weichzeichner alles in sanfteres Bild taucht, und dass zu grelles Licht für den Operationssaal sinnvoll ist, aber Schuhe und Taschen eher billig daherkommen. Licht ist aber auch ein übler Energiefresser, der tüchtig zu Buche schlagen kann. Allein 14 Milliarden Euro verschenkten die Bundesbürger jährlich, weil sie die Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken, nicht nutzen. Auf der aktuellen Lichtmesse Light- und Building, die kürzlich in Frankfurt stattfand, überschlugen sich die Anbieter geradezu mit Präsentationen rund um die neue digitale LED-Lichttechnik, die -- ideal ausgereift und angewendet – auf längere Sicht enorm Energie sparen kann und darüber hinaus unendlich viele Varianten der Gestaltung bietet. Allein schon die Möglichkeit die Lichtfarben zu verändern, verursache bei den Kunden ein wohligeres Empfinden, „das sich mit einem gefühlten Wärmeanstieg von etwa drei Grad äußert“, erklärt Kerstin Schitthelm, Pressesprecherin bei Zumtobel. Um diese Gradzahl könnte dann die Heizung schon gedrosselt werden. Auch umgekehrt funktioniert es: Stellt man an heißen Sommertagen die Lichtfarbe etwas kälter, fühlt sich der Kunde erfrischter und die Klimaanlage kann entsprechend runter.
    Dass Licht auch Kunst sein kann, zeigte die nächtliche Inszenierung Luminale während der Frankfurter Messe, die Gebäude und Anlagen in buntes Licht tauchte. Unter dem sternenklaren Frankfurter Himmel – diesmal ohne Flugzeuge – wirkte alles noch großartiger.  09/10

    Ilona Sauerbier

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