Deutschlands größtem Warenhauskonzern stehen schwere Zeiten bevor. Wie jetzt in der Öffentlichkeit bekannt wurde, will sich der Mutterkonzern Arcandor von zahlreichen Häusern trennen. Zur Disposition stehen vor allem die Premium-Kaufhäuser, darunter das Berliner KaDeWe, das Oberpollinger in München sowie das Alsterhaus in Hamburg.
Warum gerade die profitabelsten Filetstücke veräußert werden sollen, kann zurzeit nur spekuliert werden. Wirtschaftsanalysten vermuten, dass der Konzern schnell an gutes Geld kommen möchte. Zu viel Verlust hatte in jüngster Vergangenheit gerade die Warenhaussparte dem Essener Handels- und Touristikriesen beschert.
Im Hinblick auf ein Sanierungskonzept hat der neue Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Karl-Gerhard Eick, selbst betriebsbedingte Kündigungen und ein Insolvenzverfahren nicht ausgeschlossen. 52 000 Beschäftigte in 90 Warenhäusern und 27 Fachmärkten müssen deutschlandweit um ihren Job bangen.
Stephan Kühmayer