Franz Schröer und Monika Frankemölle
Die Zukunft im Schuhfachhandel gehört nicht allein den großen Filialisten. Davon ist Monika Frankemölle aus Gronau-Epe (bei Enschede) überzeugt.
Als Theodor und Maria Frankemölle 1909 das Schuhhaus Frankemölle in der Gronauer Straße in Gronau-Epe an der holländischen Grenze gründeten, war die kleine Reparaturwerkstatt schon mit dabei. Modernisiert und erweitert zog das Schuhhaus in eine größeres Geschäft in der Gronauer Straße um. 1933 wurde das Geschäft vergrößert in die Dorotheenstraße verlegt. 1957 übernahmen Anneliese und Josef Frankemölle das Schuhhaus. Neben dem Schuhverkauf kümmerte sich Josef Frankemölle um die Reparaturen, während sich seine Frau Anneliese der Fußpflege widmete. Die nächste Renovierung stand 1970 an. Damit verbunden war die Umstellung auf Vorwahlregale. 1982 übernahm Monika Frankemölle gemeinsam mit ihrem Mann Franz Schröer das Unternehmen, das seitdem unter dem Namen Frankemölle-Schröer firmiert. „Filialisten schließen sehr schnell eine Filiale, wenn mal der Umsatz nicht stimmt. Familienunternehmen hängen sich mehr rein“, sagt Monika Frankemölle. Wichtig sei, immer wieder zu modernisieren und zu werben, damit neben Stammkunden immer wieder Neukunden angesprochen werden.
Heute sind auf 110 Quadratmetern die Firmen Lloyd, Peter Kaiser, Richter, Mephisto, Goldkrone und Primigi vertreten. Mutter, Vater, Kind und auch Senioren mit orthopädischen Weitenbedürfnissen finden hier passende Schuhe. Die Kunden des Ehepaars Frankemölle-Schröer sind zufrieden: „In großen Geschäften empfinden sich viele als Nummer. Sie müssen sich selbst aussuchen, was zu ihnen passen könnte. Bei uns werden sie individuell beraten, ob ein Schuh wirklich gut passt und sitzt.“ Ob es auch eine vierte Generation des Schuhhauses geben wird? Die 60-Jährige ist da gelassen: „Es kann sein, dass sich die Tochter oder die Enkelkinder noch dafür interessieren, aber erstmal machen wir weiter.“
01/10
Sabine Nordsiek