Die Esprit Holdings Limited mit Sitz in Hongkong hat ihre Ergebnisse für das am 30. Juni 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr bekannt gegeben.
Die Esprit Holdings Limited mit Sitz in Hongkong hat ihre Ergebnisse für das am 30. Juni 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Auch bei Esprit blieb der Umsatz unter dem des Vorjahres. Allerdings machten dem Konzern in erster Linie die ungünstigen Wechselkursveränderungen zu schaffen. Dem Finanzbericht zufolge ist der weltweite Umsatz von 37,227 Mrd. Hongkong-Dollar* um 7,4 % auf 34,485 Mrd. HK-Dollar gesunken. Einen starken Einbruch gab es in der umsatzstärksten Region, Europa, wo 8,9 % weniger (29,419 Mrd. HK-Dollar) erlöst wurde. Währungsbereinigt relativiert sich die Umsatzeinbuße mit minus 1,9 %. Im asiatisch-pazifischen Raum gab es eine Umsatzsteigerung um 3,6 % (währungsbereinigt 12 %) auf 4,221 Mrd. HK-Dollar.
Angesichts einer konstanten Kundennachfrage, die durch eine flächenbereinigte Umsatzsteigerung um 3,5 % verdeutlicht wird, verzeichnete der eigene Retail-Umsatz (16,351 Mrd. HK-Dollar) einen zehnprozentigen Anstieg in Landeswährung (+1,8 % in HK-Dollar). Dagegen ist das vormals stärkere Großhandelsgeschäft fast auf das Niveau des Retailgeschäfts gesunken (in HK-Dollar gerechnet) und erreicht nun 17,9 Mrd. HK-Dollar (–14,5 %, währungsbereinigt –8 %). Der Retail-Umsatz weltweit beträgt jetzt 47 % (2007/08: 43 %) des Konzernumsatzes. In diesem Jahr wuchs die Verkaufsfläche im Retail und Partnership-Store-Segment um 15 %.
Esprit erzielte mit dem operativen Geschäft eine Bruttogewinnmarge von 16,6 % (2007/08: 20,7 %) und ein Geschäftsergebnis von 5.729 Mio. HK-Dollar. Dies ist rund 26 % weniger als im Vorjahr (7,721 Mrd. HK-Dollar).
Um dem Gewinnverlust entgegenzuwirken, wurden die IT-Systeme des Konzerns optimiert, in verschiedenen Unternehmensbereichen wurden Kosten gesenkt und produktivitätssteigernde Maßnahmen durchgeführt. So konnte Esprit seine Wirtschaftlichkeit im Jahresverlauf weiter verbessern. Die Nettoumsatzrendite des Konzerns lag bei 13,8 % (2007/08: 17,3 %). Die Nettoliquidität des Konzerns betrug 4,8 Mrd. HK-Dollar und der Vorstand hat die Ausschüttung einer Schlussdividende von 2,05 HK-Dollar pro Aktie beschlossen. Zusammen mit der ausgezahlten Abschlagsdividende ergibt dies eine Ausschüttungsquote von 75 %.
„Ich war schon immer von der Stärke Esprits überzeugt“, so Heinz Krogner, Chairman und Group CEO von Esprit. „Und in diesem Geschäftsjahr wurde diese einem ultimativen Belastungstest ausgesetzt.“ Man habe die Gelegenheit genutzt, die Unternehmensstrukturen weiter zu konsolidieren, und sei für das zukünftige Wachstum gewappnet, sobald sich die globale Finanzsituation erholt hat.
*100 HK-Dollar z.Zt. ca. 9,07 Euro. 19/09
Peter Skop