Ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2008, bilanziert Günter Althaus, neuer Vorstandsvorsitzender der anwr. Wachstum verzeichnet die Sparte Sport mit +14%. Schuhe folgten mit 0,7 % MInus dem Markttrend.
Insgesamt lag das Geschäftsvolumen bei 5,54 Mrd. Euro und damit 51,1 Mio. Euro über dem Vorjahr. Die Anzahl der Verkaufsstellen der angeschlossenen Schuh- und Sporthändler hat sich von 5 535 auf 5 580 Geschäfte erhöht. Dem Förderauftrag sei die anwr mit einer Vielzahl finanzieller und konzeptionelle Leistungen gerecht geworden. Das Gesamtvolumen dieser Maßnahmen lag bei über 17 Mio. Euro. Das Ergebnis der anwr-Gruppe mit rund 6,5 Mio. Euro vor Steuern ist für Günter Althaus zufriedenstellend. In 2008 realisierte Sondereffekte, wie beispielsweise der Verkauf des Frankfurter Literaturhauses, habe man genutzt um Vorsorge für die Zukunft zu treffen, unter anderem durch eine Anpassung von Pensionsrückstellungen und die Vorwegnahme der zu erwartenden Effekte aus der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.
In 2008 stellte die Verbundgruppe mit einer neuen Sortimentsausrichtung die Weichen in Richtung Zukunft. Gestraffte Schuhbereiche sowie mehr Verbindlichkeit über das Starseller-Programm, das Bestseller-Voting oder das Mandatsprogramm helfen, die Nachfrage zu bündeln. Dazu startete mit dem Europäischen Clearing Center (ECC) eine Co-Produktion von Händlern, Industrie und Verbundgruppen, mit der die Schuhbranche systematisch vernetzt werden soll.
Quick Schuh setzt den Weg im Niedrig- und Mittelpreissegment erfolgreich fort. Sport 2000 kam mit mehr Verbindlichkeit bei den Händlern gut an. Für die Programme „V+5“ sowie „6 aus 49“ erhielt Sport 2000 vom Zentralverband (ZGV) den Kreativpreis für die beste Strategie zur Stärkung der Verbindlichkeit.
Gebündelte Ordermesse erfolgreich
Profilierung ist für Althaus das A & O eines erfolgreichen Handelskonzepts. So war die Entscheidung ein Messe- und Orderzentrum am Standort Mainhausen zu installieren, wo Orderprozesse und Lieferantenkontakte an einem Standort gebündelt werden können, sehr positiv.
Auch Banken bleiben wichtige Stützen des Hauses. Die DZB Bank und die Aktiv Bank seien von der Finanzmarktkrise nicht beeinträchtigt, erklärt Althaus. Beide hätten ihr Geschäftsmodell für den mittelständischen Handel durchgehalten und risikobehaftete Ausflüge vermieden. Auch in Zukunft blieben die Finanzhäuser der anwr für Händler und Industrie sichere und zuverlässige Partner. In 2008 wurden die Händler mit dem neuen Produkt Saisonlinie im Volumen von über 30 Mio. Euro in ihrer Finanzierung unterstützt. Für 2009 hat die DZB Bank die Saisonlinie sogar auf 50 Mio. Euro aufgestockt. Auch die Dienstleistungsgesellschaften leisteten im vergangenen Jahr gute Arbeit. Die Software easy@limit erleichtere die unternehmerische Praxis sehr und das SeminarCentrum meldet neue Teilnehmer. 14/09
Ilona Sauerbier