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Ausgabe 03/12

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  • 09.06.2009 | Unternehmen

    Arcandor meldet Insolvenz an

    Die Arcandor AG hat heute beim Amtsgericht Essen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht. „Im Nachgang zur Arcandor AG haben auch die Karstadt Warenhaus AG, die Primondo GmbH und die Quelle GmbH Gläubigerschutz beantragt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Unberührt vom Insolvenzverfahren bleiben die Thomas Cook Group Plc., die Spezialversender der Primondo-Gruppe sowie der Homeshopping-Sender HSE 24.

    Wie die Arcandor AG weiter mitteilt, sei das Ziel des Verfahrens, mit einem Insolvenzplan die begonnene Sanierung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften fortzusetzen und deren Fortbestand zu sichern. Der Insolvenzantrag sei notwendig, nachdem die Anträge von Arcandor auf Staatsbürgschaft und auf Rettungshilfe abgelehnt wurden. Die vom interministeriellen Ausschuss geforderte Verbesserung des Antrags sei nicht möglich gewesen. Damit habe angesichts der kurzfristig fällig werdenden Darlehen in Höhe von 710 Millionen Euro keine nachhaltige Finanzierungsperspektive mehr bestanden.

    Die Gehälter für die rund 43000 Mitarbeiter des Konzerns würden durch die Bundesagentur für Arbeit für Juni, Juli und August gezahlt und seien somit gesichert.

    Der Geschäftsbetrieb der operativen Gesellschaften werde in vollem Umfang aufrecht erhalten. Forderungen von Lieferanten für neue Warenlieferungen ab dem heutigen Tag würden im Rahmen der vereinbarten Zahlungskonditionen bedient, erläutert Arcandor.

    Vorstandsvorsitzender Dr. Karl-Gerhard Eick dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz für das Unternehmen. Die Hauptaktionäre, das Bankhaus Sal. Oppenheim sowie der Pool Madeleine Schickedanz, bekennten sich unverändert zum Fortbestand des Unternehmens.

    Peter Skop

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