In einem Interview mit der Kleinen Zeitung, Steiermark, erklärt Vorstands-Chef Gottfried Maresch, dass die vorzeitige Abberufung 2006 von Thomas Ridder als Vorstand der Leder & Schuh rechtens war.
Es gebe mittlerweile ein rechtskräftiges Urteil, nachdem drei Instanzen, zuletzt der Oberste Gerichtshof im Juni 2012, die Zulässigkeit der Abberufung wegen grober Pflichtverletzung bestätigt hätten. Ridder habe einen nachteiligen Kredit in Höhe von vier Millionen Euro aufnehmen wollen, obwohl die Kreditvergabe nicht in seinen Zuständigkeitsbereich gefallen sei. Zudem habe er seine Position für eigene persönliche Interessen missbraucht und sei gegenüber dem Aufsichtsrat nicht offen gewesen. Ridder sollte auch seine Aktionärseigenschaft bei Leder & Schuh verlieren. Dieser Fall liege laut Maresch jetzt beim Obersten Gerichtshof. Man sei in der Sache jetzt extrem gelassen, weil die Abberufung wegen grober Pflichtverletzung nun rechtskräftig sei, sagte er in der Kleinen Zeitung.
Die Stiefelkönig-Sanierung befinde sich im Plan. Maresch geht davon aus, dass 2013 der Turnaround geschafft werde. Mit Jahresmitte seien die notwendigen Filialschließungen, insbesondere im Ausland, erledigt. 42 Filialen sollten übrig bleiben. Stiefelkönig solle zu alter Stärke – klassische Mode im höheren Segment – zurück finden.
Siehe auch:
Erfolgreiches 2005 für Leder & Schuh
Peter Skop