Die Görtz-Geschäftsführer Thorsten Hermelink (li.) und Christian Moritz
Die Ludwig Görtz GmbH hat im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungskonzepts Vertriebskonzepte, Filialnetz sowie Verwaltung und Logistik auf den Prüfstand gestellt.
Das Maßnahmenpaket wurde den Mitarbeitern am Donnerstag auf einer internen Betriebsversammlung in Hamburg erläutert.
Das von den Geschäftsführern Thorsten Hermelink, Christian Moritz und Jörn Peters initiierte Programm wird sich voraussichtlich über die nächsten 24 Monate erstrecken, wobei bereits 2013 positive Ergebnisbeiträge zu erwarten sind, heißt es bei Görtz. Zielsetzung ist es, die Leistungsfähigkeit und Rentabilität des Unternehmens zu sichern.
Es beinhaltet nach Görtz-Angaben im Wesentlichen:
„-Eine Stärkung der Qualitätspositionierung von Görtz durch Bereinigung des Sortiments und Ausbau der Markenkompetenz im gehobenen Segment.
-Repositionierung der Trendlinie Görtz 17 durch Heranführung an den Görtz-Markenkern, auch im Hinblick auf Standorte, Shop-Gestaltung und Sortimente.
-Verkleinerung des deutschen Filialnetzes um etwa 30 von insgesamt 260 Standorten der Unternehmensgruppe in Abhängigkeit von mietvertraglichen Gegebenheiten im Zeitraum von 2012 bis 2014. Das werden vor allem Görtz 17-Stores aus älteren Ladenbaugenerationen und kleinere Görtz-Filialen in betriebswirtschaftlich nicht mehr rentablen Lagen sein. Mitarbeiter der betroffenen Filialen werden mehrheitlich in den bestehenden Filialen in Deutschland übernommen.
-10 schon jetzt vereinbarte Neueröffnungen bis 2014.
-Verschlankung der Zentralorganisation in Hamburg. Konkrete Eckdaten dazu wollen Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter in den nächsten Wochen verhandeln.“
Görtz will so zügig in die Gewinnzone zurückkehren und langfristig wieder als führende nationale Schuhhandelsmarke im Qualitätssegment positioniert werden. Mit den Arbeitnehmervertretern seien bereits Gespräche über eine sozialverträgliche Umsetzung aufgenommen worden
„Wir erkennen die Notwendigkeit von Einsparungsmaßnahmen. Aber wir setzen uns entschieden dafür ein, dass die Lasten über alle Hierarchie-Ebenen angemessen verteilt werden und zukunftssichernde Maßnahmen mit Augenmaß, sozialverträglich und auf Basis der gewachsenen Görtz-Kultur erfolgen“, sagte Joachim Martens, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates zum aktuellen Verhandlungsstand.
Christian Moritz, Geschäftsführer Vertrieb, sagte: „Wir wollen die Position als Marktführer im qualitativ hochwertigen Schuhhandel in Deutschland festigen. Dabei setzen wir auf die kanalspezifische Optimierung der Vertriebskonzepte stationär und online sowie auf eine sinnvolle kundenausgerichtete Verzahnung der Mehrkanalaufstellung von Görtz.“ Thorsten Hermelink, Geschäftsführer Einkauf, betont die Erfolgsfaktoren Kundenbindung und Kompetenz der Mitarbeiter.
Das 1875 in Hamburg gegründete Unternehmen Görtz hat sich vom klassischen Einzelhändler zum erfolgreichen Multichannel-Anbieter entwickelt und versteht sich als europäischer Marktführer im Qualitätssegment für Schuhe und Accessoires. Görtz vertreibt seine Produkte in Filialen in Deutschland, Österreich, Polen und der Schweiz sowie im Internet über www.goertz.de und www.goertz.at.
smn/op