Stiefel sind Diskussionsthema im Social Web.
Die Schuhqualität ist im sogenannten Social Web das vorherrschende „Gesprächsthema“. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt der erste, von IfH Köln und IBM Deutschland veröffentlichte Social Media Scanner „Schuhe“.
Der für den Einstieg in das Thema Social Media Monitoring konzipierte Social-Media-Scanner analysiert quartalsweise unterschiedliche Branchen und wertet die Ergebnisse auf Warengruppen- und Markenebene aus. Die jeweilige Markenrelevanz wird hierbei an zentralen Kaufaspekten wie beispielsweise Qualität und Preis-Leistung ausgewählter Produkte analysiert, ausgewertet und graphisch aufbereitet.
Die aktuellem Ergebnisse des Social Media Scanners „Schuhe“ informieren über die Social-Media-Relevanz von ausgewählten Marken innerhalb der Branche, deren Position im Markt und deren Stellung im Vergleich zum Wettbewerb innerhalb einer Warengruppe im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2011. Verantwortlich für die Untersuchung zeichnen das Institut für Handelsforschung GmbH Köln, und IBM Deutschland, Ehningen.
Wenig verwunderlich: Im ersten Quartal 2011 wurde in Blogs, Foren und Co. nur selten über Sandalen und Sandaletten diskutiert. Der kalte Winter spiegelt sich in den Ergebnissen des Social Media Scanners wider: Nur 12,7 Prozent der vom Social Media Scanner erfassten Beiträge im Internet zum Thema „Schuhe“ handeln von der Warengruppe Sandalen/Sandaletten, 42,4 Prozent hingegen von Stiefeln/Stiefeletten, somit das Hauptthema dieses Zeitraums. Gleichzeitig zeigt sich, dass Qualitätsthemen über alle Warengruppen der Schuhbranche hinweg wichtiger sind als Stylingaspekte.
Ebenfalls wenig überraschend ist die Tatsache, dass Freizeitschuhe in Online-Foren viel Diskussionsstoff liefern. Schließlich verbergen sich hinter den Freizeitschuhen insbesondere die modischen Modelle von Converse & Co. Schuhe für den beruflichen Alltag scheinen dagegen weit weniger interessant zu sein.
In allen untersuchten Schuhsegmenten sind die Marken mit einer starken Verbreitung in vielen Beiträgen der User zu finden. Die Markenprioritäten verschieben sich indes mehr oder weniger deutlich in Abhängigkeit vom Schuhsegment und reichen von Uggs bei Stiefeln über Crocs bei Sandalen bis Boss bei Halbschuhen.
Neben dem Social Media Scanner „Schuhe“ sind auch die Branchenberichte Young Fashion, Garten, Pflegende Kosmetik und Süßwaren verfügbar. Die Branchen-Berichte sind unter www.social-media-scanner.de erhältlich.
Neben der Beantwortung klassischer Fragestellungen im Social Media Monitoring (Wo, was, wann und wie) verspricht das unternehmensspezifisches Social Media-Monitoring auch businessrelevante Kennzahlen (KPIs), die Social-Media-Aktivitäten unternehmensübergreifend fassbar und vor allem kontrollierbar machen. Durch Social Media Monitoring könne beispielsweise erfasst werden, wie oft ein Markenname im Vergleich zum Wettbewerber in den Social-Media-Kanälen erwähnt wird oder Trends und Themen im Zusammenhang mit Marken, Produkten und Servicethemen erwähnt werden, erläutert das IfH.
Im Sinne einer „best-in-class"-Orientierung biete sich Social Media-Monitoring an, um rechtzeitig über Skandale oder Produktschwächen informiert zu sein, um Werbemaßnahmen zu steuern und zu optimieren oder um mit Communities Produkte neu zu entwickeln bzw. zu verbessern. Social Media Monitoring diene somit als Frühwarnsystem, Kampagnenkontrolle sowie der Angebotsoptimierung.
Die IfH Institut für Handelsforschung GmbH (IFH Köln) ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen mit empirisch basierten Businesslösungen für den Off- und Online-Handel. Zum Kundenkreis gehören Groß- und Einzelhandel, zuliefernde Hersteller sowie dazugehörige Organisationen und Dienstleister. Unabhängigkeit und fundierte Methodik resultieren aus der historischen Verbindung mit dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (seit 1929), so die Eigensicht des Unternehmens.
IBM gehört zu den weltweit größten Anbietern im Bereich Informationstechnologie (Hardware, Software und Services) und B2B-Lösungen. Das Unternehmen kann auf eine hundertjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Jährlich investiert das Unternehmen mehr als sechs Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung. Der Erfolg von IBM gründet sich unter anderem auch darauf, dass sie ihren Kunden die komplette Produktpalette an fortschrittlicher Informationstechnologie anbietet, heißt es zur Erläuterung.
Peter Skop