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Ausgabe 03/12

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  • 31.08.2010 | Studien/Marktanalysen

    Deutschen wird Leistung wichtiger, Verzicht unwichtiger

    Leistungsbezogene Werte, wie Innovationen und Wettbewerb, gewinnen derzeit an Bedeutung. Doch obwohl die Prognosen für die deutsche Wirtschaft deutlich nach oben korrigiert wurden, ist es nach wie vor die Sicherheit, die zählt: Knapp drei Viertel aller Befragten sagen, dass deren Bedeutung in der aktuellen Situation weiter zunimmt.

    Dies zeigt eine aktuelle Studie des GfK Vereins zum Thema „Bedeutungswandel von Werten“, für die im August zum zweiten Mal mehr als 1.000 Menschen befragt wurden.

    Bereits bei der ersten Befragung im Januar zeigte sich diese hohe Sicherheitsbedürfnis nahezu unabhängig von Einkommen, Herkunft und Geschlecht der Verbraucher Während vor einem halben Jahr das eigene Zuhause als Ort der Geborgenheit auf Rang zwei folgte, steht heute Leistung höher im Kurs. Etwa zwei Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass es stärker auf Einsatz und Engagement ankommt. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch im Januar. Passend dazu legten auch die Themen Wettbewerb und Innovation stark zu: Knapp die Hälfte der Befragten und damit 10 Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Erhebung geben an, dass es stärker darauf ankommt, konkurrenzfähig zu sein. Neue Ideen und Macht sind ebenfalls stark zulegende Werte der Verbraucher.

    Verzicht ist weniger gefragt

    Der Trend zum „Homing“, dem Rückzug in die eigenen vier Wände, scheint sich dagegen abzuschwächen. Auch der Begriff Solidarität gerät etwas aus dem Blick. Jedoch liegen die Werte Verantwortung und Vertrauen auf den Plätzen 3 und 4 und damit nach wie vor mit an der Spitze der ‚Aufsteiger‘ in der Wertehierarchie.

    Mit Abenteuern und Luxus können die Deutschen dagegen bis heute vergleichsweise wenig anfangen. Zwar legten beide Werte in den vergangenen Monaten etwas zu, doch reicht dieser Zuwachs nicht, um sie im Ranking nach vorne zu holen. 

    Für den Konsum gibt es positive Signale: Im Vergleich zum Januar sind heute sichtlich mehr Menschen der Ansicht, dass Verzicht in nächster Zeit weniger im Fokus steht. Die Anzahl derer, die denken, dass weniger Zurückhaltung gefragt ist, stieg um die Hälfte von 14 auf 21 Prozent.

    Peter Skop

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