Die überaus guten Nachrichten zur wirtschaftlichen Entwicklung und die nach wie vor positiven Meldungen vom Arbeitsmarkt sorgen im August für eine robuste Verbraucherstimmung. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung steigen nochmals deutlich an. Die Anschaffungsneigung stabilisiert sich hingegen, hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgefunden.
Zu den Unsicherheitsfaktoren zählen für die Verbraucher mögliche Sparmaßnahmen der Regierung sowie auslaufende Konjunkturprogramme. Die Konjunkturerwartung entwickelt sich im August nicht mehr ganz so dynamisch wie im Juli. Der Indikator verzeichnet aber dennoch einen weiteren deutlichen Anstieg.
Der kräftigen Erholung im Juli folgt im August ein weiterer Anstieg der Einkommenserwartung. Sie profitiert wohl derzeit deutlich vom Wachstumsoptimismus in der Bevölkerung.
Die Anschaffungsneigung bleibt nach leichten Verlusten im Vormonat im August stabil und liegt oberhalb des langjährigen Durchnittswerts.
Der Gesamtindikator prognostiziert für September 2010 einen Wert von 4,1 Punkten nach revidiert 4,0 Zählern im August. Sofern das Umfeld weierhin so positiv bleibt, ist davon auszugehen, dass der private Verbrauch in diesem Jahr seinen Teil zur kräftigen Erholung der deutschen Wirtschaft beiträgt, schlussfolgern die Konsumforscher.
Die Ergebnisse basieren auf monatlich rund 2000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.
Peter Skop