Für die italienischen Schuhdistrikte ist eine echte Belebung erst 2011 zu erwarten. Allerdings wird ab den Sommermonaten 2010 bereits mit einer wesentlichen Verlangsamung des Rückgangs gerechnet.
Dies geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Nomisma hervor, die vom Herstellerverband Anci in Auftrag gegeben und kürzlich in Rom präsentiert wurde.
Wie es heißt, sollen sich die einzelnen Schuhdistrikte unterschiedlich entwickeln. Während die auf hochqualitative modische Damenschuhe spezialisierten Hersteller in Venetien und die ebenfalls auf Markenwaren spezialisierten Hersteller in der mittelitalienischen Region Marche einen kräftigen Aufschwung erwarten, erholt sich Mittelitalien langsamer. In Barletta (Süditalien), Casarano (Süditalien) und Fermo-Macerata (Mittelitalien) erwarten die Marktforscher 2011 eine weitgehende Stagnation.
Insgesamt sollen 2011 die Ergebnisse von 2007 erreicht werden. Wichtigster Wachstumsmotor sind die Exporte: Nur Distrikte, die ihre Ausfuhren auf die Bric-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) ausweiten, haben Wachstumschancen, so Nomisma-Chef Paolo Bruni. Im vergangenen Jahr haben sich Italiens Schuhexporte um 17% auf sechs Milliarden Euro verringert. Anci-Präsident Vito Artioli glaubt, dass die Talsohle auch für Italiens Schuhhersteller durchschritten ist.
Dr. Thesy Kness Bastaroli