Nach einigen Monaten der Stagnation hat sich die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland gebessert. Die GfK-Konsumklima-Studie macht für Juni einen leichten Aufwärtstrend aus.
Der als robust bezeichnete Arbeitsmarkt verstärkt bei den Verbrauchern die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Konjunktur. Mit einem Plus von 5,7 Punkten legt die Konjunkturerwartung im Juni ihren dritten Anstieg in Folge hin und wächst stärker als in den beiden Vormonaten. Zum Anstieg des Indikators zur Jahresmitte hat auch beigetragen, dass der erwartete Einbruch auf dem Arbeitsmarkt ausblieb. Von Erholung ist trotz abnehmendem Pessimismus aus Sicht der Verbraucher aber noch keine Rede.
Meldungen, denen zufolge die Inflationsrate im Mai bei Null lag, wirken sich positiv auf die Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung aus. Das Plus bei den Einkommensaussichten fällt jedoch deutlich höher aus, was dem Konsumklima auch für Juli eine positive Entwicklung verheißt. Mit einem Plus von 6 Punkten klettert der Indikator mit -3,3 Punkten auf den höchsten Wert seit April vergangenen Jahres.
Auch die Anschaffungsneigung verbessert ihr derzeit gutes Niveau. Sinkende Preise, beispielsweise durch die Abwrackprämie, wirken als Kaufanreiz. Die Tatsache, dass die Konsumenten den Finanzmärkten noch nicht wieder vollständig vertrauen, kommt der Lust sich etwas zu kaufen zusätzlich zugute, weil die verfügbaren Finanzmittel eher in Konsumgüter investiert als gespart werden. Für Juli prognostiziert der Gesamtindikator einen Wert von 2,9 Punkten nach revidiert 2,6 Punkten im Juni, das Niveau des Indikators bleibt aber vergleichsweise niedrig. 14/09
Swantje Francke