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  • 01.02.2012 | Studien/Marktanalysen

    HDE erwartet Umsatzwachstum

    HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth schaut optimistisch auf 2012 HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth schaut optimistisch auf 2012

    Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für das laufende Jahr einen leichten Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent. Die Prognose stehe aber unter dem Vorbehalt, dass die Euro-Krise bewältigt werde, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in der Jahrespressekonferenz am 31. Januar in Berlin.

    Das vergangene Jahr schloss mit einem Umsatzplus von 2,4 Prozent – preisbereinigt 1,2 Prozent – ab. Eine immer größere Rolle spielt laut Genth der Online-Handel, der 2011 um gut 10 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro Umsatz gewachsen ist. Die Produktgruppe Schuhe legte im Umsatz nach Destatis nominal 0,4 Prozent zu; nach Berücksichtigung der Preissteigerung sank der Umsatz aber real um 1 Prozent. Für 2012 prognostiziert der HDE ein weiteres Wachstum um 13 Prozent auf dann 29,5 Mrd. Euro.

    Die Rahmenbedingungen waren im vergangenen Jahr recht gut. So berichtete Genth von einer Steigerung der gesamten Konsumausgaben um 1,4 Prozent im Jahr 2011. Das Verfügbare Einkommen war um 3,3 Prozent gestiegen und die Sparquote von 11,3 auf 10,9 Prozent gefallen. Allerdings ist der Anteil des Einzelhandels am privaten Konsum in den letzten Jahren beständig gefallen. Betrug er 2008 noch 29,5 Prozent, so waren es 2011 noch 28,1 Prozent.

    Das Weihnachtsgeschäft habe große Schwankungen erlebt und von den Umsatzzuwächsen hätte besonders der Handel mit langlebigen Konsumgütern profitiert. Auch habe sich der Anteil des Onlinegeschäfts am Weihnachtsgeschäft in den letzten sechs Jahren annähernd verdoppelt. Allerdings sieht Genth auch eine gegenseitige Ergänzung: Viele Verbraucher informierten sich vor dem Kauf im Ladengeschäft im Internet.

    Jobmotor Einzelhandel

    Genth hob hervor, dass der Einzelhandel 2011 wiederum mehr Menschen beschäftigte als im Jahr zuvor. So wurden 60000 sozialversicherungpflichtige Stellen geschaffen. Hinzu kommen 1500 Minijobs. Deren Anteil sei abnehmend und betrage 15 Prozent.

    Die Tariferhöhungen lagen mit 3 Prozent oberhalb des Umsatzwachstums im Einzelhandel, erklärte Genth. Auch dieses Jahr werden die Beschäftigten eine Lohnerhöhung um 2 Prozent erhalten. Einen staatlichen Mindestlohn lehne der HDE weiterhin ab. Genth warf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vor die Verhandlungen um eine „bundesweite, regional differenzierte verbindliche tarifliche Entgeltuntergrenze“ zu verzögern, um ein Argument für den gesetzlichen Mindestlohn zu haben.

    Die Einzelhandelspreise lagen Genth zufolge 2011 um 2 Prozent höher als im Vorjahr und blieben somit hinter den Verbraucherpreisen zurück. Preistreiber waren vor allem die Energiepreise, die um 9,5 Prozent zulegten.

    smn/op

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