Die erste Auktion startete am Labour Day, dem 4. September 1995. Was damals in den USA begann, entwickelte sich in den darauf folgenden 15 Jahren zu einer der großen Erfolgsgeschichten im Internet. Mittlerweile werden 56 Prozent des weltweiten Handelsvolumens über Festpreise erzielt.
Als einer der Pioniere hat Ebay das Kaufen und Verkaufen im Internet populär gemacht. Heute verbindet Ebay täglich Millionen Käufer und Verkäufer auf der ganzen Welt, über den weltweiten Online-Marktplatz Ebay selbst, über verschiedene Portale für Kleinanzeigen sowie über den Online-Zahlungsservice PayPal. Inzwischen nutzen nach Unternehmensangaben mehr als 90 Millionen Menschen weltweit den Ebay-Marktplatz zum Kaufen und zum Verkaufen. Im Jahr 2009 wurden über Ebay Waren und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 57 Milliarden US-Dollar gehandelt.
Nach den USA ist Deutschland schon seit vielen Jahren der größte und wichtigste Markt für Ebay. Ebay.de, 1999 gegründet, ist mit 21,5 Millionen unterschiedlichen Besuchern im Monat und einer Reichweite von knapp 50 Prozent unter den deutschen Internet-Nutzern die meistbesuchte Internetseite nach Google. Knapp zwei Stunden verbringen die Nutzer im Durchschnitt monatlich auf dem deutschen Ebay-Marktplatz (Quelle: Nielsen//NetRatings, Juli 2010, home & work usage).
Anders als vor 15 Jahren ist Ebay heute längst kein Online-Auktionshaus mehr: 56 Prozent des weltweiten Handelsvolumens wird mittlerweile über Festpreisverkäufe realisiert – mit weiter steigender Tendenz. Eine Option für den Kauf zum Festpreis wurde auf Ebay erstmals im Jahr 2000 eingeführt. Im Jahr 2008 wurde in Deutschland erstmals ein unterschiedliches Gebührenmodell für private und gewerbliche Nutzer eingeführt. Insgesamt wurden die Gebühren stärker von der Angebotsgebühr auf die Verkaufsprovision verlagert. Seit Februar 2009 macht Ebay mit seinen „WOW! Angeboten“ den Käufern jeweils für einen begrenzten Zeitraum attraktive Einzelprodukte von ausgewählten Verkäufern in begrenzter Stückzahl und zu besonders günstigen Preisen zugänglich.
Im Mai 2009 wurden die Markenshops bei Ebay eingeführt. Mittlerweile nutzen mehr als 40 Markenhersteller und große Händler wie Eastpak, Triumph, Zwilling oder Bosch den Ebay-Marktplatz als alternative Vertriebsmöglichkeit für Vorsaisonartikel und B-Ware aber auch Neuware. Um die Qualitätsstandards auf Ebay weiter zu erhöhen, wurden unter anderem Mindeststandards für die Verkäufer auf Ebay eingeführt. Außerdem zeigt die Auszeichnung „Verkäufer mit Top-Bewertung“ den Käufern seit Oktober 2009 diejenigen Verkäufer an, die ein besonders hohes Serviceniveau bieten.
Mit Blick auf die Zukunft sagt Stephan Zoll: „Um die Attraktivität von Ebay weiter zu erhöhen, haben wir damit begonnen, Kernkategorien von Ebay zu individuellen Einkaufswelten umzubauen – der Beginn war im April dieses Jahres unsere Fashionkategorie. Andere Bereiche werden folgen.“
Bereits im Jahr 2006 wurden über die mobilen Applikationen von Ebay weltweit Waren im Wert von 600 Millionen US-Dollar und in Deutschland immerhin Artikel mit einem Wert von 60 Millionen US-Dollar gehandelt. Für 2010 wird weltweit mit einem über mobile Applikationen erzielten Handelsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Ebay-Geschichte in Stichworten
http://www.ebayinc.com/history
Siehe auch:
Ebay – Neuerungen für gewerbliche Händler
Peter Skop