Die Mailänder Staatanwaltschaft hat am Wochenende das Insolvenzverfahren gegen die Mariella Burani Fahion Group eingeleitet, nachdem bereit zu Jahresbeginn der Konkursantrag gegen die Muttergesellschaft, die niederländische Holding BPH, gestellt wurde.
Die Schulden der Modegruppe haben sich auf ca. 700 Mio. Euro angehäuft. Die von Burani versprochene Kapitalaufstockung von 50 Millionen Euro kann infolge des Liquiditätsmangels nicht umgesetzt werden.
Die Börsenauficht Consob hat nun von Antichi Pellettieri (AP), einem Unternehmen der Burani-Gruppe, detaillierte Bilanzinformationen gefordert, da einige der Unternehmen nicht ihre Bilanzen nach der offiziellen Rechnungslegung IAS präsentierten. Vor allem die beiden von AP kontrollierten Unternehmen Francesco Biasia (Taschen) und der Schuhhersteller CMC (Calzature Mario Cerutti) sind ins trübe Fahrwasser geraten.
Zur Diskussion steht nun auch die Umstrukturierung der rund 300 Mio. Euro Schulden, welche der AP-Großaktionär, das Private Equity Unternehmen 3i einzuleiten gedachte. Zu Mariella Burani Fahion Group zählt auch das deutsche Modehaus Rene Lezard.
Konkursantrag für MBFG Holding
Thesy Kness Bastaroli