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Ausgabe 03/12

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  • 02.02.2010 | Organisationen

    Einzelhandel erwartet keinen weiteren Rückschlag

    Der HDE hält es für wahrscheinlich, dass der Einzelhandel 2010 keinen weiteren Rückschlag erleben wird. Dies erklärte heute der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, auf der Konjunktur-Pressekonferenz in Berlin.

    Der Einzelhandel werde seinen Vorjahresumsatz voraussichtlich halten können. Preisbereinigt würde dies einer Entwicklung von minus 0,5 Prozent entsprechen. Ein Ergebnis auf dem schwachen Vorjahresniveau sei jedoch kein Grund zum Jubeln. Die Lage bleibe angespannt.

    Anders als viele andere Branchen sei der Einzelhandel 2009 noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes hat der klassische Einzelhandel, also ohne Kfz-Handel, Brennstoffe und Apotheken, 2009 nominal 1,6 Prozent weniger umgesetzt als noch im Vorjahr. Preisbereinigt betrug der Rückgang 1,9 Prozent. Damit lag der Umsatz bei 392,1 Milliarden Euro. Das waren 6,5 Milliarden Euro weniger als 2008. „Wir lagen damit erfreulicherweise ein kleines Stück besser als wir angesichts der Krise erwarten konnten“, erklärte Genth.

    Preise ziehen leicht an

    In diesem Jahr rechnet der HDE mit einer leicht anziehenden Teuerungsrate. Sie werde aber nach wie vor moderat sein. Die Einzelhandelspreise werden 2010 im Schnitt um etwa 0,5 Prozent anziehen. Die Verbraucherpreise werden voraussichtlich um etwa ein Prozent zulegen. Damit werden die Einzelhandelspreise weiterhin leicht unterhalb der Verbraucherpreise insgesamt liegen. Die Preisentwicklung wird 2010 die Kaufkraft also nicht markant belasten. Der intensive Wettbewerb im Einzelhandel sorge bereits seit Jahren für eine äußerst moderate Entwicklung der Einzelhandelspreise in Deutschland.

    Einzelhandel schafft Arbeitsplätze

    Trotz Wirtschaftskrise und Umsatzrückgang hat der Einzelhandel neue Arbeitsplätze geschaffen. Das belegen die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Sie zählte insgesamt 40000 neue Beschäftigungsverhältnisse (Stichtag 30. Juni 2009 im Vergleich zum Vorjahresmonat). Bei drei Vierteln davon (29000) handelt es sich um sozialversicherungspflichtige Stellen: 6000 Vollzeitjobs und 23000 Teilzeitjobs. Nur bei einem Viertel der neuen Stellen (etwa 11000) handelt es sich um geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Von diesen Minijobs werden 10000 als Nebentätigkeit ausgeübt. „An der These, dass sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Einzelhandel durch Minijobs ersetzt werden, ist also nichts dran. Genauso wenig, wie an dem Vorwurf, dass hier im großen Stil feste Arbeitsplätze durch Zeitarbeiter ersetzt werden“, verdeutlichte Genth.

    Siehe auch:

    Einzelhandel hat nur bescheidene Erwartungen

    Peter Skop

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