Die Foreign Trade Association (FTA), ein Zusammenschluss von europäischen Importeuren und Händlern, will erfahren haben, dass die Strafzölle auf chinesische und vietnamesische Lederschuhe wohl beibehalten werden.
Die Europäische Kommission sei dabei, die Zusammenfassung der Bewertung der gegenwärtigen Antidumping-Maßnahmen abzuschließen. Eine Entscheidung werde vor August erwartet.
Jan Eggert, Generalsekretär der in Brüssel sitzenden Organisation, drückte in einer Mitteilung seine Besorgnis aus. In diesem unter starkem Wettbewerbsdruck stehenden Markt sei es nicht durchführbar, die Kosten auf die Verbraucher abzuwälzen, auch wenn Studien zeigten, dass eine leichte Erhöhung der Preise seit Einführung der Zölle stattgefunden habe. Der Handel versuche, trotz Produktionskostensteigerungen, höherer Steuern in China und Vietnam sowie Wechselkursschwankungen mit China, die Preise niedrig zu halten. Die Verlängerung der Strafzölle werde Handel und Importeure treffen und zu Jobverlusten führen, so die Einschätzung der Importeurslobby.
Die FTA argumentiert, dass den aus China und Vietnam eingeführten Preiswert-Schuhen keine heimische Schuhindustrie gegenüberstehe, die zu schützen wäre. Der Verbraucher, der vietnamesische oder chinesische Schuhe kaufe, werde nicht auf in der EU produzierte Schuhe ausweichen.
„Wir rufen die Mitgliedsstaaten auf, jeden Vorschlag zur Verlängerung zurückzuweisen“, erklärt Eggert. 12/09
Peter Skop