Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) und der Handelsverband Deutschland (HDE) möchten das Elektronische Lastschriftverfahren möglichst erhalten. Aus diesem Grund rufen die beiden Organisationen den Handel dazu auf, sich an einer Umfrage des Bankenverbandes European Payment Council (EPC) zu beteiligen.
Der BTE-Appell lautet daher: „Um die Interessen des Handels besser durchsetzen zu können, sollten sich möglichst viele Unternehmen an der EPC-Umfrage beteiligen. Diese kann bis zum 13. August 2012 ausgefüllt werden unter www.smart-survey.co.uk/v.asp?i=52410djgse.“ Auf den Web-Seiten des HDE sind detaillierte Antwortvorschläge erhältlich (www.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/1570872). Die Frist dafür läuft noch bis zum 13. August.
Grund für das Engagement ist, dass die Modebranche in besonderem Maße vom elektronischen Lastschriftverfahren profitiert. Vor allem für kleinere Unternehmen mit hohem Stammkundenanteil ist ELV immer noch eine sehr preisgünstige und – wie die EHI-Studie wieder belegt – sichere Zahlungsart. Der BTE setzt sich deshalb zusammen mit dem Handelsverband Deutschland HDE auch weiterhin für den Erhalt von ELV im gemeinsamen europäischen Zahlungsraum (SEPA) ein.
Anfang Mai veröffentlichte der BTE eine Untersuchung des Kölner EHI Retail Institute über die Zahlungsausfälle beim elektronischen Lastschriftverfahren (ELV). Diese lagen einzelhandelsweit im Jahr 2011 bei 0,044 Prozent (endgültiger Ausfall) bzw. 0,254 Prozent (vorläufiger Ausfall, d.h. Rücklastschriftquote vor z.B. Mahnungen) vom nicht versicherten Lastschriftumsatz. Eine aktuelle Sonderauswertung zeigt nun, dass die Textil- und Schuhbranche noch deutlich bessere Ergebnisse aufweist:
• Bei den teilnehmenden Textilfachgeschäften betrug der Total-Ausfall 0,039 Prozent und der vorläufige Ausfall 0,176 Prozent vom Lastschriftumsatz.
• Kleine und mittlere Textil- und Schuhfachgeschäfte (bis 30 Mio. EUR Jahresumsatz) erlitten im Jahr 2011 lediglich einen Total-Ausfall in Höhe von 0,029 Prozent. Und auch der vorläufige Ausfall belief sich nur auf 0,094 Prozent vom Lastschriftumsatz.
• Bei Mode- und Schuhhäusern mit Jahresumsätzen über 30 Mio. EUR lag der Total-Ausfall bei 0,041 Prozent und der vorläufige Ausfall bei 0,183 Prozent vom Lastschriftumsatz.
smn/op