Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 10/12

Cover der Ausgabe Ausgabe 10/12

Zum Inhaltsverzeichnis

Editorial | Archiv

Schuhmarkt abonnieren

Anmeldung


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten?

  • 07.09.2011 | Organisationen

    HDS: Preissteigerungen vermieden

    Das "rechtzeitige" Auslaufen der Strafzölle gegen chinesische und vietnamesische Lederschuhe hat den Kostendruck auf die deutsche Schuhindustrie gemildert, erklärte heute in Düsseldorf HDS-Präsident Ralph Rieker.

    Im Frühjahr hatte man noch Preissteigerungen von drei bis fünf Prozent vorhergesagt. Die Kosten für Rohmaterialien und die Probleme beim Sourcing größerer Mengen bestünden allerdings nach wie vor, so Rieker.

    Insgesamt ist die deutsche Schuhindustrie mit dem vergangenen Halbjahr zufrieden, kann auf ein Umsatzplus von 15,3 % zurückblicken. Allerdings hielt das Wachstum nur die ersten fünf Monate, während bereits der Juni ein Umsatzminus brachte. Erfolgreich wurde nach Polen, Niederlande, Slowakei, Österreich und Frankreich exportiert. Russland brach dagegen ein. Erfreulich entwickeln sich das Schwellenland China im zweistelligen Plusbereich, auch über Hongkong. Hier profitiere die deutsche Schuhindustrie vom über Jahrzehnte erworbenen guten Image.

    Gleichwohl spricht sich Rieker gegen ein von verschiedenen EU-Parlamentariern gefordertes verpflichtendes "made in"-Herkunftszeichen aus. Dies fördere nur Umgehung und Missbrauch. Zudem sei bei internationaler Arbeitsteilung eine Definition schwierig, wann ein Schuh in einem bestimmten Land als hergestellt gelten kann.

    Rieker brach eine Lanze für die Ausbildung in der Schuhindustrie und berichtete von konstruktiven Gesprächen zwischen HDS und der Gewerkschaft IG BCE zwecks gemeinsamer Aktivitäten zur Werbung für einen Berufsweg in der Schuhbranche.

    Als Gefahr am politischen Horizon sieht der HDS nicht die Krise des Euro sondern die "dramatischen Staatsverschuldungen". Deren Abbau müsse oberste Priorität haben, mögliche Sanktionen dürften nicht tagespolitischer Opportunität geopfert werden.

    Peter Skop

  • Kommentar schreiben