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Ausgabe 18/10

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  • 29.01.2010 | Lieferanten

    Brasilianische Schuhhersteller erwarten Zuwachs in Deutschland

    Die brasilianischen Schuhhersteller mussten in 2009 teilweise erhebliche Exportrückgänge hinnehmen. Doch mit einem Umsatzplus im deutschen Markt sieht Brasilien erwartungsvoll auf die kommende GDS.

    Mit 1,7 Mio. Paar Schuhen zu einem Wert von 29,5 Mio. US-Dollar verzeichneten die Exporte nach Deutschland in 2009 ein Plus von 1,3% in Paarzahlen und einen Zuwachs von 2,2% im Wert. Das positive Ergebnis ist vor allem auf die höhere Qualität der verkauften Schuhe und den dadurch gestiegenen Durchschnittspreis von 17,37 US-Dollar pro Paar zurückzuführen, teilt der brasilianischen Schuhherstellerverband Abicalcados mit. Deutschland belege nunmehr den achten Platz in der Statistik der brasilianischen Ausfuhrländer.

    Der in einigen Ländern nach wie vor anhaltenden Konsumzurückhaltung Paroli bietend, treiben die brasilianischen Schuhhersteller ihre Aktivitäten weltweit voran. Zu ihrem Engagement gehört unter anderem die starke Präsenz auf der GDS. Auch zur kommenden Ausgabe, die vom 12. bis 14. März in Düsseldorf stattfindet, werden die Brasilianer mit 19 Marken vertreten sein.

    Für die brasilianischen Schuhproduzenten stellt die GDS die ideale Plattform dar, um mit Einkäufern der nördlichen Halbkugel in Kontakt zu treten und ihre neuen Kollektionen für Herbst/Winter 2010/11 zu präsentieren. Die Teilnahme an der Düsseldorfer Schuhmesse wird erneut durch das Schuh-Export Förderungsprogramms „Brazilian Footwear“ unterstützt. Dieses Programm ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Brasilianischen Schuhherstellerverband Abicalcados und Apex-Brasil, der staatlichen brasilianischen Behörde für Handels- und Investitionsförderung.

    Auf der Düsseldorfer Schuhmesse GDS wird Brasilien mit den Unternehmen Pegada, Ramarim, Piccadilly, Nicolla Mezzi, Tryon, Malu, Klein, Bottero, Pé com Pé, Kidy, Bical und Pampili (alle in den Gemeinschaftsstand integriert) sowie mit Grendene, Via Uno, Miezko, Anatomic & Co, Beira Rio, Sapatoterapia und Democrata (mit individuellem Auftritt) vertreten sein.

    Europa ist wichtigster Abnehmer

    Europa spielt eine der wichtigsten Rollen überhaupt, was die Exportaktivitäten der brasilianischen Schuhhersteller betrifft. Im vergangenen Jahr erwies sich „der alte Kontinent“ als der größte Abnehmer von brasilianischen Schuhen: 26,6 Mio. verkaufte Paar Schuhe erzielten einen Wert von 485,7 Mio. US-Dollar. Der Durchschnittspreis pro Paar betrug in 2009 18,28 US-Dollar. Insgesamt haben die brasilianischen Hersteller in 2009 in 146 Länder auf fünf Kontinenten Schuhe exportiert.

    Brasilien viertgrößter Hersteller

    Weltweit ist Brasilien der drittgrößte Hersteller und der viertgrößte Exporteur von Schuhen. Mit einer Produktion von rund 800 Mio. Paar Schuhen pro Jahr beschäftigt die brasilianische Schuhindustrie 300.000 Menschen. Die schuh- und lederspezifische Infrastruktur des Landes gilt im internationalen Vergleich als die bedeutendste überhaupt. Brasilien ist unter anderem für seine Maschinenhersteller, Zulieferfirmen, Gerbereien, Dienstleistungsunternehmen, hoch spezialisierte Laboratorien sowie Universitäten international bekannt und anerkannt.

    Siehe auch:

    Brasilien – Wirtschaftskrise trifft Schuhindustrie

    Brasiliens Gerber wollen Siegel

    Peter Skop

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