Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 03/12

Cover der Ausgabe Ausgabe 03/12

Zum Inhaltsverzeichnis

Editorial | Archiv

Schuhmarkt abonnieren

Anmeldung


Passwort vergessen?

Noch keine Zugangsdaten?

  • 26.01.2010 | Lieferanten

    Furla verdoppelt Schuhproduktion

    Für 2010/11 peilt Furla die Produktion von 80000 Paar Schuhe pro Jahr an. Bereits 2009 hat Italiens größte Accessoires-Firma ihre Schuhproduktion auf 40000 Paar verdoppelt.

    „Der Erfolg, den wir mit unseren Schuhen haben ist auch auf den russischen Architekten und Designer Max Kibandrin zurückzuführen", erklärte die Unternehmenspräsidentin Giovanna Furlanetta die ehrgeizigen Schuhpläne. Kibandrin wurde in der sogenannten Ideenschmiede des Luxustaschenkonzerns ausgebildet und prämiert. Seit zwei Jahren entwirft er für Furla die Schuhkollektion mit viel Erfolg. Er war sogar bei der Anfang Januar stattgefundenen Herrenmodewoche in Florenz „Pitti Immagine Uomo“ Ehrengast und überraschte dort die Besucher mit seinen neuen, transparenten Schuhmodellen.

    Schuhen soll auch in den neuen Furla Flagshipstores ein wichtiger Platz gewidmet werden. „Unser Trend geht in Zukunft zu größeren Geschäften, wo wir auch die Schuhkollektion anbieten. In Rom, in der Via Condotte, wird unser Store auf 500 qm verdoppelt“, teilte die Präsidentin ihre Pläne dem Schuhmarkt mit. In den Stores in London, Paris und Barcelona werden bereits Schuhe präsentiert.

    In Deutschland hat Furla in Düsseldorf, Köln und München Geschäfte. Eine Eröffnung in Frankfurt stehe in Aussicht. „Sobald wir geeignete Räume finden, werden wir auch in unseren deutschen Geschäften Schuhe präsentieren“, so die dynamische Präsidentin, die in zweiter Generation das von ihrem Vater Aldo Furlanetto 1927 als Leder-Handelsgesellschaft gegründete Unternehmen leitet. Seit 1999, nach dem Tod ihres Bruders, avancierte sie zur Vorstandsvorsitzenden und Präsidentin von Furla. Unter ihrer Führung hat sich der Umsatz fast verdreifacht. Seit zwei Jahren wird sie von Paolo Fontanelli als Chief Executive Officer (CEO) flankiert.

    Im Vorjahr stabilisierte sich der Umsatz laut der 66-jährigen Präsidentin bei 167 Mio. Euro. Für das laufende Jahr wird mit einem Umsatzplus „zwischen 8 und 10%” gerechnet. „Das US-Geschäft zeigt wieder Belebungssignale” kommentierte die Unternehmerin die positiven Erwartungen. Furla als Familienunternehmen par excellence hat die Krise besser überstanden als viele ihrer Konkurrenten. „Wir finanzieren die Expansion aus eigenen Mitteln, investieren in Innovation. Akquisitionen haben wir nicht im Visier” meinte Giovanna Furlanetta auf die Frage, ob sie nicht an den in tiefe Krisen geschlitterten Firmen Mandarina Duck oder Biasi interessiert sei. „Im Gegenteil, wir haben zahlreiche Angebote bekommen. Unter anderem waren auch Vuitton und Gucci an uns interessiert. Wir wollen aber unabhängig bleiben.”

    Siehe auch:

    MBFG – Mariella Burani fusioniert mit AP

    Furla: Die Läden mit Trends bedienen

    Thesy Kness-Bastaroli

  • Kommentar schreiben