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  • 27.08.2009 | Lieferanten

    Greenpeace – Erfolg für Greenpeace und die Umwelt

    Clarks, Geox und der brasilianische Lederlieferant ­Bertin kooperieren nun mit Greenpeace. Schuhfirmen haben schnell reagiert.

    Die Greenpeace-Kampagne gegen die Verwendung von Leder, dessen Rohstoff in illegal gerodetem Urwald gewonnen wurde, zeigt Erfolge. Nachdem sich bereits Adidas, Nike und Timberland zur Kooperation bereit erklärt haben, ziehen nun auch Clarks und Geox nach. Auch einer der wichtigsten Lieferanten brasilianischen Leders, die Firma Bertin, will gegen die Zerstörung des Amazonas-Urwaldes arbeiten.
    „Dies ist ein großer Fortschritt für den Schutz des Urwalds und des Klimas“, erklärte Tobias Riedl, Waldexperte bei Greenpeace. „Unsere jahrelange Recherche hat sich gelohnt. Die Markenhersteller reagieren schnell und richtig. Das ist auch ein wichtiges Signal für die Käufer ihrer Produkte“, so Riedl.
    Anfang Juni hatte Greenpeace die Ergebisse dreijähriger Ermittlungen bekannt gegeben. Darin wurde Schuhfirmen vorgeworfen, indirekt von der illegalen Abholzung des brasilianischen Regenwaldes zu profitieren, indem sie preiswert erzeugtes Leder verwendeten, das von Rindern stammte, die in den gerodeten Flächen aufgezogen werden. Die Studie ist unter dem Titel „Slaughtering the Amazon“ im Internet erhältlich. Die fünf namentlich genannten Firmen haben alle innerhalb von drei Monaten reagiert und versprochen, ihre Beschaffung so zu organisieren, dass der Bezug derartig gewonnenen Leders ausgeschlossen ist. Laut Riedl betrifft die Problematik allerdings auch andere Schuhfirmen, mit denen Greenpeace in Kontakt treten werde.
    Laut Greenpeace hat Bertin, der größte brasilianische Lederhersteller und zweitgrößte Fleischerzeuger, zugesagt, keine Rinder von Farmen zu beziehen, die in weitere Urwaldzerstörung verwickelt sind. Um dies zu gewährleisten, müssten alle Lieferanten die GPS-Daten ihrer Farmen angeben. So lasse sich über Satellit verfolgen, ob neue Urwaldflächen vernichtet werden. Zudem wolle Bertin ein System aufgebauen, das den Transport der Rinder von Farmen zu Schlachthäusern und Lederfabriken nachweist. Auch der viertgrößte Rinderverarbeiter Marfrig soll laut Greenpeace angekündigt haben, ähnliche Schritte zu unternehmen.  18/09

    Peter Skop

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