Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2009 bezeichnet der Rosenheimer Schuhanbieter Gabor als durchwachsen. Mit einem Umsatz von 142,1 Mio. Euro erwirtschaftete der Konzern ein Minus von 6 % im Vergleich zum Vorjahreswert.
Ebenfalls rückläufig sei der Umsatz mit der Lizenzmarke Camel active gewesen, berichtet Vorstandsvorsitzender Achim Gabor. Ihr Umsatz im ersten Halbjahr schrumpfte um 3,5% auf 24,4 Mio. Euro.
Das Minus sei vornehmlich auf den schwächelnden Export zurückzuführen. In den Auslandsmärkten war Gabor mit einem Exportanteil von über 50% in den letzten Jahren am stärksten gewachsen. Dagegen hielt sich das Inlandsgeschäft trotz eines leichten Minus aufgrund zurückhaltender Orders vergleichsweise stabil. Eine gute Abverkaufsquote zum Ende der Sommersaison lässt Gabor auf die folgende Saison hoffen; in den Nachverkäufen hat sie sich bereits positiv niedergeschlagen: plus 3%. „Wir sind optimistisch“, zeigt sich Gabor überzeugt.
Die laut GfK umsatzstärkste Damenschuhmarke war 2008 weltweit mit 400 händlergeführten Gabor-Flächen vertreten und will 2009 50 neue Flächen, größtenteils im Wachstumsmarkt China, eröffnen. Auch sollen Kostensenkungen und neue Produkte das Wachstum ankurbeln: Zu F/S 2010 schickt Gabor die Produktlinie Snipe und Rollingsoft, ein neues Rollsohlenprodukt, ins Rennen. 16/09
Swantje Francke