Die Lugano GmbH mit Sitz in Berlin hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Sebastian Laboga aus der Sozietät Kübler bestellt. Lugano vertreibt Schuhe und Lederwaren des bekannten Modelabels „Gino Rossi“ in Deutschland.
„Der Geschäftsbetrieb in den bundesweit zwölf Verkaufsstellen geht ohne Einschränkungen weiter“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter Laboga, der umgehend die Mitarbeiter informiert hat. „Unser Ziel ist die Fortführung des Unternehmens und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Da die Geschäftsführung frühzeitig den Insolvenzantrag gestellt hat, besteht Grund zur Zuversicht.“
Löhne und Gehälter der 36 Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis Ende Juli gesichert. Unterdessen hat Laboga Gespräche mit dem Hersteller, Banken und Vermietern aufgenommen. Der polnische Hersteller „Gino Rossi“ hat deutliches Interesse signalisiert, die Vertriebsstrukturen in Deutschland zu erhalten.
Die Lugano GmbH betreibt Verkaufsstellen für „Gino Rossi“-Schuhe und -Lederwaren in den Städten Berlin, Essen, Hamburg, Köln, Leonberg, Mülheim und Wiesbaden. Den aktuellen Liquiditätsengpass des Unternehmens hatten die krisenbedingt rückläufigen Geschäfte im Einzelhandel sowie die teilweise hohen Mieten für Geschäftsräume verursacht.
Peter Skop