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Editorial

Ausgabe 16/09

Bad news are good news

Der alte Journalistengrundsatz, dass nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind, hat sich vergangene Woche wieder einmal bestätigt. Aus vielen Tausend Kinderschuhen, die im Markt auf Käufer warten, hat das regio­nale WDR-Fernsehmagazin Markt 25 Proben gezogen, sechs Paar waren stärker belastet, als der Grenzwert erlaubt. Das reicht für negative Schlagzeilen, und die Kombination „giftig“ und „Kinder“ garantiert Aufmerksamkeit beim Publikum.
Machen wir uns nichts vor. Es sind nicht nur die sensationslüsternen Verbraucher, die sich auf negative Nachrichten stürzen. So hat die Meldung, dass Chromat in Kinderschuhen gefunden wurde, in unserem wöchentlichen SchuhMarkt-Newsletter fast drei Mal so viele Klicks provoziert wie die positive Meldung in demselben Newsletter, dass in WMS-Schuhen kein Chrom (VI) gefunden wurde.
Der beste Schutz gegen negative Nachrichten ist, deren Ursache zu vermeiden. Das wissen auch die Händler, die von der letzten Enthüllung betroffen waren. Nicht umsonst formierten sich Reno und Deichmann gemeinsam mit verschiedenen Herstellern und dem Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens (PFI) im Juli 2007 zur Cooperation for Avoiding Toxic Substances in Shoes (CATS). Die Händler nehmen das Thema ernst – nicht nur, um negative Schlagzeilen zu vermeiden, sondern auch, weil sie Verantwortung übernehmen.
Eine Chromallergie ist keine Kleinigkeit und sie begleitet den Betroffenen ein Leben lang. Belastete Schuhe gehören einfach nicht in den Verkaufsraum – noch nicht einmal als Dekoration. Sicher ist sicher.  16/09

Peter Skop, Chefredakteur


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