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Editorial

Ausgabe 15/08

Outfitberatung per Katalog

Der Versandhandel befindet sich wieder im Aufwind. Experten rechnen mit einer mittelfristigen Steigerung des Anteils auf 13 Prozent, derzeit sind es sieben Prozent. Laut Brigitte Kommunikationsanalyse geben sieben Prozent der Frauen zwischen 14 und 64 Jahren den Versandhandel als Einkaufsort für Schuhe an. Das Fachgeschäft liegt noch mit 75 Prozent der Nennungen einsam an der Spitze. Den BBE Retail Experts zufolgeist ist der Anteil des Versandhandels am Gesamteinkaufsvolumen des Schuhverkaufs im Jahre 2006 auf 4,7 Prozent gesunken (2001: 5 %). Doch Grund zur Beruhigung sollte dies für das traditionelle Fachgeschäft nicht sein. Ein Großteil des Versandgeschäfts wird über das Internet abgewickelt. Das Internet ist darin der Treiber der Steigerung. Einer kürzlich durch die Werbefachzeitung Werben & Verkaufen veröffentlichten Studie der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung zufolge gehören Schuhe mit 34 Prozent zu den Top 20 der im Internet gesuchten Produkte – noch vor Damen- oder Herrenbekleidung. Getoppt wird dies nur noch durch die Suche nach Urlaubsreisen, Büchern oder Eintrittskarten. Auch bei der Frage, welche Produkte man in den letzten zwölf Monaten über das Internet gekauft habe, rangieren Schuhe mit 17 Prozent der Nennungen ganz weit vorne. Noch wird in dieser Kategorie jedoch mehr geschaut als gekauft. Bei Damen- oder Herrenbekleidung, Büchern, Eintrittskarten oder Urlaubsreisen ist der Käuferanteil höher. Im Internet haben auch die Versender ihre Angebote verbessert und bieten interaktive Formen der Outfitberatung an. Dies ist die eigentliche Stärke der Katalog- und Internetanbieter: Der Schuh wird in den Zusammenhang gestellt, das gesamte Outfit ist daraufhin überprüfbar, ob es zum eigenen Typ wohl passen könnte. Der Schuhfachhandel muss sich dieser Herausforderung zweifellos stellen. Zum guten Service gehört die Mode- und Stilberatung. Peter Skop

Peter Skop, Chefredakteur


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