„Here comes the sun“ sang einst der Beatle George Harrison jubilierend, nachdem er „It’s been a long and cold winter“ beklagt hatte. So ähnlich dürfte es der Schuhhandel empfinden, der von einem fast mustergültigen Winter profitieren konnte.
Selbst die Herren stellten fest, dass man Kälte auf Dauer nicht ignorieren kann und ein warmer Schuh der Jahreszeit angemessen ist. Da die Läger gut geräumt sind, ist die Versuchung groß, nun bei der Order in die Vollen zu greifen. Doch Vorsicht ist angesagt. Denn erstens muss der nächste Winter nicht genauso ausfallen, wie der jetzige und zweitens kann es gut sein, dass die Verbraucher mit warmen Schuhen nun eingedeckt sind.
Zwar spielen Stiefel in den Kollektionen der Lieferanten wieder eine wichtige Rolle und modisch gesehen spricht vieles für eine Fortsetzung des Trends. Doch auch hier ist Vorsicht angebracht. Mehr denn je wird es darauf ankommen, sich Limit für Nachorder und Sofortprogramme freizuhalten und die Kontakte zu den Lieferanten zu pflegen, die diese Möglichkeiten bieten. Denn leider ist die Glaskugel noch nicht erfunden, die uns die Zukunft verlässlich zeigen könnte.
Nun aber wird es Zeit, dass die Frühlingssonne Väterchen Frost in die Schranken weist. Wir haben langsam Lust auf Frühling und wünschen uns, dass die interessiert besehene Frühjahrsware auch gekauft wird. Gestützt wird diese Hoffnung durch Anzeichen für eine Belebung des Konsumklimas.
lhr
Peter Skop