Die Zeiten, als Komfortschuhe in einer bestimmten Ecke des Geschäfts landeten, dürften endgültig vorbei sein. Komfort ist modischer denn je und sollte entsprechend passend präsentiert werden. Mit dem Begriff Wellness wurde eine Zeit lang gearbeitet, um die wohltuenden Eigenschaften guten Schuhwerks hervorzuheben. Entsprechendes fand sich auch in der Einteilung der GDS wieder, die dem Segment die eigene modische Kompetenz zugebilligt hat. Die separate Schau auf dem Laufsteg hat paradoxerweise gezeigt, dass komfortable Schuhe heute ebenfalls etwas her machen, dass sie sich sehen lassen können. Für den Handel bedeutet die Einteilung eine grobe Orientierung. Sie sollte jedoch nicht für Schubladendenken herhalten, nach dem Motto: „in ‚Wellness Classic’ findet sich kein attraktiver Schuh oder ‚Wellness Fashion’ nimmt Komfort nicht ernst“. Die Schubladen sollten geöffnet bleiben und der Handel die Produkte so präsentieren, dass sich möglichst viele Kunden angesprochen fühlen.
Komfort oder Wellness, wie immer man das nennen mag, sind ideale Themen für den Fachhandel. Dieser kann sich über hervorragende Produkte positionieren, wenn sie mit Sensibilität dargestellt werden. Die positiven Eigenschaften, die der Kunde zunächst sieht und beim Anprobieren spürt, lassen sich sehr wohl noch vertiefend erläutern. Die Mittel, die die Industrie bietet, sollte der Handel entsprechend nutzen. Auch die Beratung wird der Kunde honorieren. So heißt es über den beratungsintensiven Sportfachhandel, dass Preise hier kein Thema sind, im Schuhfachhandel aber wohl. Voraussetzung für die Beratung ist jedoch eine gute Schulung des Verkaufspersonals. Hier wird von Seiten der Industrie viel geboten, sowohl im eigenen Haus als auch vor Ort beim Handel.
Peter Skop, Chefredakteur