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Editorial

Ausgabe 13/10

Starke Marken gefragt

Welcher Typ sind Sie: der Adidas- oder der Puma-Typ, Blackberry oder i-Phone, Mercedes oder BMW? Gerade unter Jugendlichen sind Marken die Meridiane für Gruppenbildung und Identitätsfindung, wie aus der neuesten Timescout-Jugendstudie der Trendagentur Tfactory hervorgeht. Für 50 Prozent der Jugendlichen sind Marken eine relevante, weltanschauliche Größe und müssen Werte und Einstellung ihres Konsumenten widerspiegeln.
Bei immer neuen Marken, die auf den Young-Fashion-Markt drängen, wird es immer schwieriger, das „Coole“ vom „Uncoolen“ zu unterscheiden. Jede Saison muss sich der Handel die gleiche Frage stellen: Womit landet man bei der Jugend den Stich? Da hilft es, wenn Messen wie die Bread & Butter oder die Bright den Markt sowie ihr Publikum bestens kennen und bereits ein handverlesenes, zugespitztes Ausstellerportfolio angesagter Marken vorweisen können.
Warum aber muss es neuerdings für alle Messen der Standort Berlin sein? Auch hier gilt die Zugkraft der Marke. Berlin gilt als quirlige Metropole fernab des Mainstreams: jung, trendy und offen für eine große Portion Individualismus. Dieses Image färbt auch auf die Messen ab. Der Neuankömmling unter den Berliner Messeveranstaltern, Bright-Chef Marco Aslim, erklärt seine Entscheidung für die Marke „Berlin“ so: „Berlin ist derzeit die einzige europäische Metropole, die noch im Fluss ist. Abseits von Mitte gibt es gerade für Kreative noch genug Raum, sich auszutoben.“ „Cool“ ist, wer dort mitmischt. Und am Ende sind auch Messen nur Marken, über deren Erfolg der Markt entscheidet.  13/10

Swantje Franke


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