„Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“, lautete einst ein beliebter Spruch der moskauhörigen Linken in Ost- und Westdeutschland. Gibt man heute den Satzteil „... siegen lernen“ bei Google ein, wundert man sich, von wem wir alles siegen lernen können: von Obama, von Google, von Microsoft sogar von Düsseldorf! Ich füge – mit leichtem Hang zur Übertreibung – dem hinzu: vom Bekleidungshandel lernen, heißt ... usw.
Natürlich gibt es auch in dieser Branche jede Menge Pleiten, Pech und Pannen. Was mir aber immer wieder gefällt, ist das Herauspicken von attraktiven Zusatzsortimenten, mit denen Zusatzgeschäfte gemacht werden. Ganz im Sinne des Outfitgedankens werden zu den modischen Bekleidungsstücken Taschen, Gürtel, Schuhe angeboten. Größere Häuser wie Braun in Moers oder Hagemeyer in Minden bauen riesige und ausgezeichnet geführte Schuh- und Lederwarenabteilungen an.
Im Schuhhandel ist das längst nicht so verbreitet. Dabei sind gerade Taschen relativ unkompliziert. Deshalb widmen wir dem Thema regelmäßig mehrere Seiten, um auf die neuesten Trends aufmerksam zu machen. Erfolgreiche Schuhhändler wie Görtz, Schütte oder Höppner machen einen nicht unbedeutenden Teil ihres Umsatzes mit Taschen und anderen Accessoires. Dabei zeigt sich, dass die Zusammenarbeit mit den Schuh- und Accessoires-Lieferanten überaus fruchtbar sein kann. Immer mehr Lieferanten bieten die passende Tasche zum Schuh. Man sollte sich dies durchaus ansehen, auch wenn strittig ist, ob Schuh und Tasche eins zu eins übereinstimmen müssen. Die GDS bietet – auch wenn das Namenskürzel GLS als Zusatz weggefallen ist – ebenfalls viele schöne Taschen, an denen Ihre Kundin kaum vorbeikommen wird.
Peter Skop, Chefredakteur