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Editorial

Ausgabe 18/09

Optimismus ist Pflicht

„Luxus und billig gehen immer.“ Diese gängige Formel des Handels hat sich in Zeiten der Krise verändert. Luxus krankt und ist längst kein Selbstläufer mehr.
Die jüngste Finanzkrise, auch wenn der Internationale Währungsfonds IWF sie bereits dem Ende zusteuern sieht und für 2010 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent rechnet, hat nämlich gerade die oberen Etagen der Unternehmen getroffen. Jene Leute, die bei Schuhen ab 400 Euro nicht mal gezuckt haben. Jetzt ist es hier ruhiger geworden. Große internationale Designer-Flagshipstores wirken wie verlassene Kathedralen. Berühmte Modehäuser machen dicht. „Es gibt im Topgenre Preispuffer bis 30 Prozent“, sagt Peter Herkenrath. Und die, die immer noch unbeweglich auf ihrem hohen Ross sitzen und den Zeitgeist nicht erfasst haben, werden durch andere ersetzt, die aus der oberen Mitte kommen und es genauso gut können. Preis/Leistung rücken, wie lange nicht mehr, in den Vordergrund. Bling Bling und alles Überzogene sind erstmal durch.
Time for Chance. Alles wird neu gemischt. Das sind gute Chancen für Unternehmen, die sich ganz klar aufgestellt und positioniert haben. Jetzt läuft die neue Orderrunde. Es gibt sehr schöne, ausgewogene und tragbare Kollektionen. Es gibt Trends und Tendenzen, die auf jedes Handelsprofil zugeschnitten sind, und es gibt Optimismus in der Branche. Auch wenn dieser teils über das Ziel hinausschießt, ist es kein Schaden. „Optimismus ist Pflicht“, pflegte der Philosoph Karl Popper zu sagen. Und Optimismus und das berühmte Händchen wünschen wir Ihnen für eine gute Einkaufssaison. Ordern Sie mutig und setzen Sie schöne Highlights.  18/09

Ilona Sauerbier, stv. Chefredakteurin


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